DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Deutsche Telekom: Diese Zahlen bedeuten Ärger!

Wirtschaft

Die Käuferinnen und Käufer fassten sich jedoch ein Herz und sorgten für einen Anstieg zurück über den Unterstützungsbereich zwischen 26,00 und 26,50 Euro – doch genau der steht jetzt erneut unter Druck, nachdem am Donnerstagmittag die Quartalszahlen von T-Mobile US enttäuscht haben. T-Mobile US enttäuscht bei Neuabschlüssen und Umsatz Gegenüber dem Vorjahresquartal legten die Erlöse um 7,9 Prozent auf 22,8 Milliarden US-Dollar zu. Damit wurden die Erwartungen jedoch um 150 Millionen US-Dollar verpasst. Ursache hierfür war, dass die Anzahl der Netto-Neuabschlüsse gegenüber dem Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 277.000 zurückgegangen ist. Bei den bereits bestehenden Verträgen konnte T-Mobile US seine Erlöse pro User um 2 Prozent auf 152,91 US-Dollar steigern. Auf der Ertragsseite legte das Unternehmen pro Aktie (nach standardisierter Rechnungslegung GAAP) einen Gewinn von 2,99 US-Dollar vor. Hier wiederum konnten die Erwartungen um 39 Cent geschlagen werden. Insgesamt erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn in Höhe von 3,24 Milliarden US-Dollar nach 3,22 Milliarden US-Dollar vor einem Jahr. Auch beim EBTIDA sowie dem freien Cashflow konnte sich T-Mobile US weiter steigern. Gewinn- und Cashflow-Prognose angehoben ... Für das Gesamtjahr hob das Unternehmen seine Cashflow-Prognose an. Die Mittelzuflüsse sollen sich nun auf 18,6 Milliarden US-Dollar anstatt wie bisher gedacht auf 18,4 Milliarden US-Dollar belaufen. Bei den Netto-Neuverträgen rechnet T-Mobile US mit 950.000 bis 1,05 Millionen Abschlüssen, das EBITDA soll sich auf 37,1 bis 37,5 Milliarden US-Dollar belaufen. Insgesamt will T-Mobile US bis zum Ende des Geschäftsjahres außerdem 10 Milliarden US-Dollar in seine Infrastruktur investieren. CEO Srini Gopalan kommentierte die zum zweiten Quartal vorgelegten Zahlen mit den Worten: "Q2 markierte ein weiteres Quartal mit starker Ausführung, während wir bedeutende Fortschritte machen, unsere ambitionierten Ziele für 2026 und 2027 zu erreichen. [...] Unsere Strategie ist einfach: Unseren Kunden das beste Netzwerk, das beste Preis-Leistungsverhältnis und die beste Nutzungserfahrung zu bieten und das alles aus einer Hand." ... doch das reichte dem Markt nicht, Aktie mit Verlusten Vom Enthusiasmus des CEO wollten sich Anlegerinnen und Anleger jedoch nicht anstecken lassen. Schon in der US-Vorbörse ging es für die Anteile um mehr als 5 Prozent bergab. Seit dem Jahreswechsel belaufen sich die Verluste hier jetzt auf über 10 Prozent. Das ließ auch die Aktie der Deutschen Telekom nicht kalt, die rund 54 Prozent der Anteile an T-Mobile US hält, die um rund 2,5 Prozent nachgab und somit zur schwachen Performance des deutschen Leitindex DAX beitrug. Beide Aktien befinden sich in einer charttechnisch äußerst angespannten Situation. Bei der Deutschen Telekom steht die zuletzt steile Erholung auf dem Spiel, nachdem die Aktie an der 50-Tage-Linie nach unten abzuprallen und damit wieder unter den Unterstützungsbereich von 26,00 bis 26,50 Euro zu fallen droht. Bei T-Mobile US ist der Fall ganz ähnlich gelagert. Hier drohen nach den Zahlen ebenfalls Kurse unterhalb der 50-Tage-Linie. Fazit: Noch kein Niveau, auf dem man unbedingt dabei sein muss Mit Blick auf die Unternehmensbewertung ist T-Mobile US nach den anhaltenden Kursverlusten nicht uninteressant, wenngleich zum Rest der Branche verhältnismäßig teuer bewertet – ein Umstand, der sich vor allem auf das gegenüber den Mitbewerbern höhere Wachstum begründet. Für 2026 steht ein KGVe von 15,9 zu Buche. Das liegt um 22,3 Prozent über dem Mittelwert der Vergleichsgruppe, aber um fast die Hälfte unter dem 5-Jahres-Durchschnutt von 30,3. Das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis ist mit 0,91 sehr attraktiv, allerdings zahlen Anlegerinnen und Anleger beim EV/EBITDA- sowie beim Kurs-Buchverhältnis drauf. In Summe liegt hier noch kein Kurs- beziehungsweise Bewertungsniveau vor, auf dem man unbedingt einsteigen muss. Die Deutsche Telekom wird ihren Quartalsbericht am 06. August vorlegen. Nach der Enttäuschung beim Umsatz und den Netto-Neuabschlüssen dürfte die Aufgabe für die Bonner, mit starken Zahlen für einen Befreiungsschlag für die Aktie zu sorgen, jedenfalls nicht kleiner geworden sein. Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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