Deutsche U21 fährt dank Sieg gegen Georgien zur EM 2027
Durch das 2:0 (1:0) in Bielefeld gegen Georgien sicherte sich die deutsche U21 den Gruppensieg vor Griechenland. Das Turnier findet vom 16. Juni bis zum 3. Juli in Albanien und Serbien statt. In ein paar Wochen geht der Blick mit Spannung nach Belgrad, wo am 26. November die Gruppen für die Endrunde ausgelost werden. Bei der U21-EM im Sommer werden auch die europäischen Plätze für das olympische Fußballturnier in Los Angeles 2028 vergeben.
Dženan Pejčinović (10./69.) erzielte beide Tore für das Team von Bundestrainer Antonio di Salvo. Damit sicherte sich Deutschland den neunten Sieg im zehnten Qualifikationsspiel und vermied den Umweg über die Playoffs. Griechenland gewann im Fernduell parallel in Nordirland mit 1:0 (1:0), bleibt aber Tabellenzweiter.
Große Kulisse für die U21
20.049 verkaufte Karten meldete der DFB bei dem Spiel in Bielefeld - und damit so viele wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Der Elversberger Noah Darvich profitierte von einem einfachen Ballverlust im georgischen Spielaufbau, seinen Schuss aus 18 Metern fälschte Pejčinović entscheidend ab. Das 2:0 brachte dann Pejčinović, der den Ball nach einer Tresoldi-Ablage ins Tor bugsierte.
Tresoldi bleibt Rekordjäger
"Es ist schön. Ich habe schon vor zwei Jahren eine EM gespielt. Das war eine super EM", sagte Torjäger Nicolo Tresoldi, der dieses Mal ohne Treffer blieb, nach dem Spiel bei ProSieben Maxx. "Als Stürmer willst du immer treffen. Jetzt habe ich dieses Ziel, den Rekord. Aber wichtig sind die drei Punkte. Ich habe noch Zeit. Zwei Spiele im November, zwei im März plus die EM." Zwei Tore fehlen Tresoldi noch zu U21-Rekordtorjäger Pierre Littbarski.
Klopp-Kandidat Nicolo Tresoldi (FC Brügge) und ein weiterer U17-Weltmeister von 2023, Paris Brunner (AS Monaco), hätten schon vor der Pause für einen beruhigenderen Vorsprung sorgen können. Nach dem Seitenwechsel lag der Ball zwar früh im georgischen Tor, doch dem Treffer von Joshua Quarshie (Sturm Graz) war ein Foul vorausgegangen (48.). Das 2:0 wollte der deutschen Mannschaft trotz guter Chancen zunächst einfach nicht gelingen. Das stärkte die Zuversicht der Georgier, doch den überraschenden Punkt mitnehmen zu können. Doch als Pejcinovic die Völlig-Losgelöst-Torhymne erneut anstimmte, war die Entscheidung gefallen.