DAX +0,54 % 25.600,41 Pkt 17:00:41 MDAX -0,43 % 32.256,64 Pkt 17:00:43 Euro Stoxx 50 +1,53 % 6.344,70 Pkt 17:00:30 Dow Jones -2,02 % 51.679,46 Pkt 17:15:42 S&P 500 -0,71 % 7.375,87 Pkt 17:15:37 Nasdaq +0,28 % 24.947,51 Pkt 17:15:41 Nikkei +0,71 % 61.867,43 Pkt 08:45:03 Gold +3,02 % 4.156,60 USD 17:05:38 Silber +1,20 % 58,56 USD 17:05:38 Brent -0,78 % 90,03 USD 17:03:34 WTI -0,06 % 84,41 USD 17:05:41 Bitcoin +1,18 % 64.660,95 USD 17:15:39 EUR/USD +1,09 % 1,15110 USD 17:15:24 EUR/GBP -0,02 % 0,85670 GBP 17:15:42 EUR/CHF -0,46 % 0,92870 CHF 17:15:43 EUR/JPY -1,68 % 183,428 JPY 17:15:42

Deutsche Wirtschaft: Deutsche Wirtschaft wächst im zweiten Quartal minimal um 0,2 Prozent

Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr trotz der Belastungen durch ​den Irankrieg gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im zweiten Quartal von April bis Juni um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das teilte das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal nahmen insbesondere die Exporte zu, während sich die Konsumausgaben verhalten entwickelten. Es ist bereits das dritte Plus in ​Folge: Im Schlussquartal 2025 reichte es zu einem Wachstum von 0,3 Prozent. Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2026 korrigierten die Statistiker von 0,3 auf 0,4 Prozent nach oben. Die Ende Februar begonnenen Angriffe der USA und Israels auf den Iran haben die Ölpreise in die Höhe ‌getrieben und Unternehmen ⁠wie Verbraucher viel Geld gekostet. Die fragile Lage am Persischen Golf bleibt eine Belastung für die von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft. Konjunkturdaten geben Experten Anlass zur Hoffnung »Im Schatten des Irankriegs hat sich die deutsche Wirtschaft gut gehalten«, sagte der Chefvolkswirt der Bank Bethmann HAL, Alexander Krüger. »Der seit Ende der Coronapandemie aufgelaufene Wachstumsrückstand zu anderen Ländern bleibt aber hoch.« Jüngste Konjunkturdaten machen Hoffnung, dass sich Europas größte Volkswirtschaft weiterhin als widerstandsfähig erweisen wird: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft, die das ifo Institut regelmäßig ermittelt, hat sich im Juli den dritten Monat in Folge verbessert. Aus dem Ausland verzeichnete die Industrie nach jüngsten Daten mehr Aufträge für Waren »Made in Germany«. Zudem stiegen die deutschen Exporte im Mai den vierten Monat in Folge. Den von der Bundesregierung eingeschlagenen Reformkurs wertet die Wirtschaft als Schritt in die richtige Richtung und fordert Tempo bei der Umsetzung. Die schwarz-rote Koalition hatte sich Anfang Juli auf ein Reformpaket geeinigt. Geplant sind demnach etwa Maßnahmen zum Abbau von Bürokratie sowie zur Stabilisierung der Sozialabgaben. Steuerzahler sollen entlastet, Zukunftsbranchen gefördert werden. Beschlossen ist bereits ein Sparpaket bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Viel hängt vom Irankrieg ab Wie es in der zweiten Jahreshälfte weitergeht, hängt nach Einschätzung von Experten vor allem vom Irankrieg ab. »Sollte sich der Konflikt im Nahen Osten beruhigen, dürfte Deutschland im Jahresverlauf solide wachsen«, erwartet Ökonom Michael Herzum vom Fondsanbieter Union Investment. »Kommt es hingegen erneut zu dauerhaft höheren Energie- und Rohstoffkosten, fällt der Aufschwung schwächer aus.« ⁠Eine Rezession sei aber selbst in diesem Risikoszenario unwahrscheinlich.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren