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Deutscher Chemie-Riese macht zwei Werke dicht: So viele Jobs fallen weg

Wirtschaft

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Essen – Schock für die Belegschaft eines deutschen Chemie-Riesen: Der weltweit aktive Konzern will im kommenden Jahr zwei seiner Standorte in Deutschland schließen! Betroffen sind rund 90 Mitarbeiter, die jetzt um ihre Zukunft zittern.

Konkret geht es um die Werke in Hamburg (50 Beschäftigte) und Bitterfeld (40). Sie stehen auf der Streichliste von Evonik. Die Geschäfte sollen dort vorerst weitergeführt, aber schrittweise auf größere Standorte konzentriert werden. Laut Claus Rettig (66), Interims-Vorstandsvorsitzender, soll das Unternehmen dadurch räumlich stärker gebündelt werden, „um effizienter zu arbeiten, Innovationen schneller ​voranzutreiben ​und so unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“.

Warum der Chemie-Konzern Jobs abbaut

Bereits im Juni kündigte der Chemie-Konzern an, insgesamt 3200 Stellen abzubauen – allein 2150 davon in Deutschland! Weltweit hat er nach eigenen Angaben rund 31.000 Mitarbeiter. Evonik-Chef Christian Kullmann damals: „Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach.“ Begründet werden die nun geplanten Schritte erneut mit „der schwachen globalen Wirtschaftsentwicklung“ und dem anhaltenden Preiskampf im internationalen Wettbewerb.

Wann die Standorte geschlossen werden

Im April 2027 soll es das Werk in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) treffen. „Hintergrund sind hier die anhaltend herausfordernden Marktbedingungen für hochreines Siliciumtetrachlorid, unter anderem durch ein steigendes Angebot aus Asien und zunehmenden Wettbewerbsdruck“, heißt es in einer Mitteilung.

Das Produkt gilt als unverzichtbarer Baustein für moderne Hightech-Produkte wie Glasfaserkabel, Solarzellen und Computerchips. Die Anlagen in Bitterfeld seien aber seit längerer Zeit nicht ausreichend ausgelastet, sagt Evonik, „um einen wirtschaftlichen Betrieb sicherzustellen“. Seine Kunden will der Konzern mit Stammsitz in Essen künftig über seinen Standort Rheinfelden in Süddeutschland beliefern.

Das Werk in Hamburg soll Mitte des kommenden Jahres geschlossen werden. Evonik erklärt dazu: „Die dortigen Aktivitäten für Kosmetik- und Pflegeprodukte werden gemeinsam mit dem technologischen Know-how am weitaus größeren Standort Essen-Goldschmidtstraße gebündelt und somit das Geschäft weitergeführt.“

Das sagt der Betriebsrat von Evonik

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