Deutscher Fernsehpreis in Köln: Pufpaff fehlt bei Raabs Verleihung
Rivalität zwischen Entertainern
Fernsehpreis: Pufpaff verlässt während Raabs Ehrung den Saal
Von t-online
11.09.2026 - 07:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Stefan Raab gewinnt beim Deutschen Fernsehpreis in Köln. Während seiner Auszeichnung fehlt Sebastian Pufpaff rund 25 Minuten im Studio.
Stefan Raab hat am Mittwoch beim Deutschen Fernsehpreis im Confex Center in Köln mit seiner Show "Wer weiß wie wann was war?" gewonnen. Was auffiel: Während seiner Auszeichnung fehlte Sebastian Pufpaff rund 25 Minuten im Studio.
Die beiden Moderatoren verbindet eine gemeinsame TV-Geschichte. Pufpaff übernahm 2021 die Neuauflage von "TV total", nachdem sich Raab Jahre zuvor aus dem Fernsehen zurückgezogen hatte. Raab arbeitete zunächst im Hintergrund an der Sendung mit. Pufpaff hatte später von unterschiedlichen Ansätzen und Streit berichtet. Seit Raabs Rückkehr zu RTL im Jahr 2024 stehen beide auch mit eigenen Unterhaltungssendungen in Konkurrenz.
Moderatorin greift Rivalität auf
Raab war zuvor nicht auf der offiziellen Gästeliste aufgetaucht. Er betrat den Saal unbemerkt von den Fotografen und nahm im Publikum Platz. Pufpaff saß mehrere Reihen entfernt.
Moderatorin Barbara Schöneberger griff die gemeinsame Anwesenheit bei der Preisverleihung auf. Sie sagte: "Der Weltfrieden ist in greifbare Nähe gerückt. Heute Abend befinden sich in einem Raum: Stefan Raab und Sebastian Pufpaff. Der Friedensnobelpreis ist nur noch eine Formsache!"
Raab und Pufpaff reagierten darauf mit Lachen. Wenig später verlor Pufpaff mit "TV total" in der Kategorie "Beste Comedy" gegen die "heute-show".
Fernsehpreis in Köln: Pufpaff fehlt bei Raabs Auszeichnung
Als anschließend die beste Unterhaltungsshow ausgezeichnet wurde, fehlte Pufpaff auf seinem Platz. Rund 25 Minuten blieb der Moderator dem Studio fern. In dieser Zeit gewann Raab mit "Wer weiß wie wann was war?" und hielt seine Dankesrede.
Hinter den Kulissen trafen beide später beinahe aufeinander. Raab sprach dort mit Markus Lanz, als Pufpaff auf dem Weg zurück ins Studio wenige Meter an ihnen vorbeiging. Er blickte laut der "Bild" in ihre Richtung, gratulierte Raab aber nicht.
Raab gab nach der Preisverleihung keine Interviews. Nach einem rund 25-minütigen Gespräch mit Lanz verließ er die Veranstaltung um 21.37 Uhr noch vor deren Ende durch einen Hinterausgang. Pufpaff kehrte anschließend ins Studio zurück. Später würdigte er Ehrenpreisträger Peter Kloeppel mit Standing Ovations und besuchte die Aftershow-Party.
Auf die Frage der Deutschen Presse-Agentur (dpa), was er Raab zu dessen 60. Geburtstag im Oktober wünsche, sagte Pufpaff: "Alles Liebe, alles Gute und möge er in Erfüllung seiner Arbeit nachkommen können." Warum er während Raabs Auszeichnung nicht im Studio war, erklärte er der "Bild" auf Nachfrage nicht.