DAX +2,98 % 25.500,51 Pkt 10:57:53 MDAX +2,18 % 32.364,79 Pkt 10:57:54 Euro Stoxx 50 +1,29 % 6.362,07 Pkt 10:57:45 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,50 % 64.931,19 Pkt 08:45:03 Gold +0,64 % 4.096,70 USD 11:02:49 Silber +1,28 % 59,66 USD 11:02:42 Brent -7,95 % 89,09 USD 11:02:07 WTI -6,98 % 83,08 USD 11:02:53 Bitcoin -0,39 % 65.086,04 USD 11:12:42 EUR/USD +0,23 % 1,14030 USD 11:12:24 EUR/GBP +0,02 % 0,85480 GBP 11:12:54 EUR/CHF -0,03 % 0,92900 CHF 11:12:53 EUR/JPY +0,02 % 186,428 JPY 11:12:54

Deutscher Olympiasieger ist tot

Sport

Startseite Sport Deutscher Olympiasieger ist tot Von: Sascha Mehr Uns auf Google folgen Große Trauer in der gesamten Box-Welt. Der deutsche Olympiasieger Wolfgang Behrendt ist im Alter von 90 Jahren verstorben. München – Wolfgang Behrendt, der erste Olympiasieger in der Geschichte der DDR, ist tot. Der frühere Boxer starb am 22. Juni 2026 im Alter von 90 Jahren, wie erst jetzt bekannt wurde. Behrendt wurde am 14. Juni 1936 in Berlin geboren und wuchs im Stadtteil Weißensee auf. Bereits als Elfjähriger begann er nach dem Krieg gegen den Willen seiner Mutter mit dem Boxsport, in einer privaten Boxschule, für die er monatlich 25 Mark aufbringen musste. Seinen größten sportlichen Erfolg feierte Behrendt 1956 bei den Olympischen Sommerspielen in Melbourne. Als 20-Jähriger, damals noch als Maschinenschlosser tätig, gewann er im Bantamgewicht die Goldmedaille, als er sich im Finale mit 2:1 Punkten gegen den Südkoreaner Song Soon Chon durchsetzte. Damit wurde er zum ersten Olympiasieger der Deutschen Demokratischen Republik überhaupt. Große Trauer um deutschen Olympiasieger Nach dem Ende seiner aktiven Karriere blieb Behrendt dem Sport eng verbunden. Er war lange Jahre Mitglied des Präsidiums des Boxverbandes der DDR, galt den Sportfunktionären jedoch offenbar als nicht linientreu genug, da er sich nicht von seiner Westverwandtschaft lossagte, weshalb er unter intensiver Beobachtung des Ministeriums für Staatssicherheit stand. Von 1963 bis 1991 arbeitete er zudem als Sportfotograf für die Tageszeitung „Neues Deutschland“. Nach der Wende verlor er seine Festanstellung und arbeitete fortan als freier Fotograf, unter anderem mit Homestorys über prominente Sportler und Künstler, wie die Zeitung nd berichtete. Behrendt nahm danach als Sportfotograf an zahlreichen weiteren Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teil. Sein Sohn Mario, der ebenfalls als Boxer im Bantamgewicht aktiv war und 1980 an den Olympischen Spielen in Moskau teilnahm, starb 2022; sein zweiter Sohn Heiko verstarb im März 2026. Zuletzt lebte Behrendt zurückgezogen im Berliner Stadtteil Schöneweide. Bis ins hohe Alter engagierte sich Behrendt zudem als ehrenamtlicher Botschafter der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz. Der Tod Behrendts hat auch prominente Wegbegleiter des deutschen Boxsports bewegt. Wie Bild berichtet, zeigte sich Olympiasieger und Weltmeister Henry Maske im Gespräch mit der Zeitung tief bewegt von der Nachricht. „Wolfgang Behrendt war ein sehr zurückhaltender, aufgeschlossener und angenehmer Mensch und ein sehr guter Boxer“, sagte Maske. (smr)

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren