Deutscher Städtetag: Städtetag fordert vor Hitzetagen Mittel für Klimaanpassung
Der Deutsche Städtetag hat die derzeitige Hitzewelle zum Anlass genommen, an den Bedarf der Kommunen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu erinnern. Bund und Länder forderte er auf, Maßnahmen hierzu stärker finanziell zu unterstützen. Klimaanpassung sei kein »nice to have«, sondern »existenziell für unsere Zukunft«, sagte Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Anpassung an den Klimawandel sei für die Städte eine Daueraufgabe für Jahrzehnte. Dabei geht es etwa um die Entsiegelung von Flächen, mehr Stadtgrün und Wasseraufnahme. »Unterm Strich reden wir da über Milliardensummen, die investiert werden müssen«, sagte Schuchardt. Die Städte könnten das nicht allein stemmen, bestehende Förderprogramme reichten ebenfalls nicht aus. »Deshalb ist klar: Wir müssen uns ganz grundsätzlich anschauen, wie die notwendigen Investitionen für Klimaschutz und Klimaanpassung organisiert werden.« DWD erwartet 39 Grad und Gewitter Am heutigen Donnerstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle. Im Tagesverlauf erwarten die Meteorologen Höchsttemperaturen von bis zu 39 Grad. Nahezu überall in Deutschland gilt eine amtliche Hitzewarnung. Der DWD warnt dabei explizit: »Die Hitze wird alte und pflegebedürftige Menschen extrem belasten.« Neben der Hitze erwartet der DWD ab den Nachmittagsstunden schwere Gewitter, vor allem in Teilen Hessens, Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Vermehrt komme es zu stürmischen Böen oder Sturmböen, einzelne kräftige Gewitter mit orkanartigen Böen seien im Norden möglich. Fünfter Monat in Folge mit überdurchschnittlichen Temperaturen Nicht nur das aktuelle Wetter, sondern auch das Wetter der vergangenen Monate ist dabei nach DWD-Angaben wärmer als üblich. Bisher sei der Juli der fünfte Monat in Folge, der deutlich sonniger ausfällt als im vieljährigen Mittel, teilte der DWD mit. »Nach derzeitigem Stand und unter Berücksichtigung der aktuellen Prognosen wird sich der Monat voraussichtlich unter den zehn wärmsten Julimonaten einreihen.« Bereits der Juni 2026 ist nach vorläufigen Angaben des DWD der zweitwärmste je verzeichnete Junimonat gewesen. Bei einem Temperaturdurchschnitt von 19,5 Grad war nur der Juni 2019 mit 19,8 Grad wärmer.