DAX -1,18 % 26.128,36 Pkt 18:00:00 MDAX -1,92 % 31.839,83 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,95 % 6.468,17 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,60 % 53.407,54 Pkt 18:26:45 S&P 500 -1,02 % 7.706,00 Pkt 18:26:45 Nasdaq -1,39 % 26.357,10 Pkt 18:26:44 Nikkei -2,54 % 67.460,73 Pkt 08:45:03 Gold +0,10 % 4.422,00 USD 18:16:44 Silber -3,09 % 64,08 USD 18:16:44 Brent +0,72 % 91,52 USD 18:16:37 WTI -0,04 % 84,47 USD 18:16:39 Bitcoin +0,27 % 64.683,39 USD 18:26:37 EUR/USD +0,11 % 1,15870 USD 18:25:55 EUR/GBP +0,08 % 0,85510 GBP 18:26:44 EUR/CHF -0,06 % 0,93990 CHF 18:26:42 EUR/JPY +0,30 % 184,834 JPY 18:26:44

Deutsches Technologieunternehmen geht an einen US-Konzern

Technologie

Startseite Wirtschaft Deutsches Technologieunternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern geht an US-Konzern Von: Julian Baumann Uns auf Google folgen Ein US-Autozulieferer hat ein 1961 gegründetes deutsches Technologieunternehmen übernommen. Was bedeutet das für die Zukunft? Stuttgart – Übernahmen von deutschen Unternehmen durch ausländische Firmen kommen in der anhaltenden Insolvenzwelle häufiger vor. Erst vor einem Monat wurde bekannt, dass ein deutscher Weltmarktführer an China geht und nicht alle Arbeitsplätze bewahrt werden konnten. Die am 30. Juni vom US-Automobilzulieferer Phinia in einer Pressemitteilung verkündete Übernahme der Stoba-Gruppe mit Hauptsitz in Backnang (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg) ist allerdings keine Restrukturierung, sondern hat strategische Hintergründe. Die Stoba-Gruppe wurde 1961 als stoba Präzisionstechnik GmbH & Co. KG im schwäbischen Backnang gegründet. Neben diesem Standort ist die Firmengruppe heute auch in Weinstadt (Baden-Württemberg), Memmingen (Bayern), Brno (Tschechien), Charleston (USA), Small Dole (England) und Yantei (China) vertreten und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter. Diese gesamte Gruppe soll nun aber an Phinia verkauft werden. Was bedeutet das konkret für die Zukunft? Autozulieferer Phinia aus Michigan übernimmt 100 Prozent der Anteile an deutscher Stoba-Gruppe PHINIA Inc. mit Sitz in Auburn Hills (Michigan, USA) ist ein Automobilzulieferer und seit Längerem der größte Einzelkunde der Stoba-Gruppe. Laut der Mitteilung ist die Übernahme von 100 Prozent der Anteile verbindlich, ein Abschluss der Transaktion wird aber erst im vierten Quartal 2026 erwartet. „Die Stoba-Gruppe ist ein etablierter Zulieferer innerhalb des PHINIA-Ökosystems, und die Übernahme stellt einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Lieferkettenresilienz und des Produktportfolios von PHINIA dar“, kommentiert CEO Brady Ericson. Die Übernahme von Stoba durch Phinia geschieht demnach nicht aus einer Position der Schwäche, und auch von einem Stellenabbau durch Synergien – also Doppelbesetzungen – ist in der Mitteilung keine Rede. „Wir freuen uns darauf, die talentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der stoba-Gruppe in der PHINIA-Gemeinschaft willkommen zu heißen und auf unserem gemeinsamen Engagement für Innovation, Exzellenz und Kundenerfolg aufzubauen“, erklärt Ericson lediglich. Angenommen werden kann also, dass alle Mitarbeiter von Stoba an Bord bleiben. Übernahme der Stoba-Gruppe: Backnanger Unternehmen soll offenbar eigenständig bleiben Die Übernahme eines deutschen Unternehmens durch eine Firma im Ausland kann auch abseits einer Restrukturierung gewisse Risiken mit sich bringen. Möglich ist beispielsweise, dass die strategischen Entscheidungen in diesem Fall künftig nicht mehr in Backnang, sondern in Auburn Hills entschieden werden. Oder, dass gewisse Richtlinien auf US-Standards umgestellt werden können. Das deutsche Arbeitsrecht bleibt grundsätzlich aber bestehen.

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