DAX +1,23 % 25.491,54 Pkt 13:54:01 MDAX +1,57 % 30.345,69 Pkt 13:54:01 Euro Stoxx 50 +0,38 % 6.139,72 Pkt 13:54:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold -0,03 % 4.037,20 USD 13:58:59 Silber -0,74 % 53,71 USD 13:59:01 Brent -4,90 % 110,14 USD 13:58:59 WTI -0,70 % 101,05 USD 13:59:00 Bitcoin +0,04 % 80.037,91 USD 14:08:56 EUR/USD -0,57 % 1,11540 USD 14:08:42 EUR/GBP -0,24 % 0,83650 GBP 14:09:01 EUR/CHF -0,03 % 0,92380 CHF 14:09:01 EUR/JPY +0,02 % 175,960 JPY 14:09:01

Deutschland und Frankreich wollen Verbrenner-Aus aufweichen

Nation

Deutschland und Frankreich wollen das geplante Verbrenner-Aus ab 2035 weiter aufweichen. Künftig sollen Autohersteller die verbleibenden zehn Prozent ihrer CO₂-Emissionen nicht mehr ausgleichen müssen.

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus. Damit würden die beiden Länder einen Streit beilegen, der zwei Gesetzgebungsverfahren in Brüssel zu blockieren drohte.

Mehr Spielraum für Verbrenner und Hybridfahrzeuge

Die Abkehr vom Verbrenner-Aus war die Hauptforderung der Bundesregierung. Es geht um die sogenannten Flottengrenzwerte, mit denen die EU festlegt, wie viel Kohlendioxid die Neuwagen eines Herstellers pro Jahr im Schnitt ausstoßen dürfen. Sie sinken nach aktuellem Stand 2035 auf Null. Die EU-Kommission hat bereits vorgeschlagen, die Grenzwerte nicht auf Null, sondern nur um 90 Prozent im Vergleich zu 2021 zu senken. Die übrigen Emissionen sollen anderswo ausgeglichen werden.

Die Umsetzung der deutsch-französischen Vereinbarung würde dazu führen, dass nach 2035 mehr Verbrenner verkauft werden. Die Hersteller müssten ihre CO2-Emissionen bis 2035 zwar weiter um 90 Prozent senken, die verbleibenden zehn Prozent jedoch anders als im Kommissionsvorschlag nicht ausgleichen. Paris hat auch zusätzliche Flexibilität für Hybridfahrzeuge im Jahr 2035 gebilligt, wie Berlin sie gefordert hatte, um die deutsche Automobilindustrie zu schützen.

Streit um "Made in Europe" beigelegt

Im Gegenzug billigte Berlin eine striktere Auffassung des Prinzips "made in Europe". Unternehmen in als strategisch geltenden Sektoren werden so verpflichtet, sich mit in der EU oder bestimmten Partnerländern hergestellten Komponenten zu versorgen, wenn sie öffentliche Gelder erhalten. Deutschland hatte sich lange dafür eingesetzt, dass "made in Europe" eine deutlich größere Zahl von Partnerländern miteinbezieht.

Empfehlungen der Redaktion

Was sich bei Perso, Pass und Smartphone ändern soll

Es geht um Geld, sehr viel Geld

Zuckersteuer ab 2027: Das soll teurer werden

Die Verständigung der beiden größten Volkswirtschaften der EU dürfte es Brüssel nun ermöglichen, bei beiden Gesetzen voranzukommen. Die 27 Mitgliedstaaten könnten sich bis Dezember auf eine Position einigen. Danach folgen Verhandlungen mit dem Europaparlament, wo die Meinungen zwischen den Fraktionen ebenfalls noch weit auseinander liegen. (afp/bearbeitet von fra)

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren