DAX +2,24 % 26.202,35 Pkt 18:00:00 MDAX +1,81 % 32.559,91 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,94 % 6.486,70 Pkt 18:00:00 Dow Jones +3,05 % 54.085,88 Pkt 22:42:17 S&P 500 +3,30 % 7.736,52 Pkt 22:42:18 Nasdaq +4,77 % 26.584,99 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,98 % 65.861,00 Pkt 04:35:03 Gold +3,84 % 4.188,70 USD 05:27:03 Silber +5,90 % 61,07 USD 05:27:03 Brent -6,48 % 78,34 USD 05:23:56 WTI -7,16 % 74,59 USD 05:26:59 Bitcoin +0,05 % 64.083,94 USD 05:37:02 EUR/USD +0,28 % 1,15390 USD 05:36:57 EUR/GBP +0,04 % 0,85730 GBP 05:37:05 EUR/CHF -0,09 % 0,93170 CHF 05:37:05 EUR/JPY +0,22 % 181,673 JPY 05:37:06

„Deutschlands berühmtestes Hotel in neue Hände geben“: Berliner Luxushotel Adlon wird womöglich verkauft

Nation

Das Hotel Adlon am Brandenburger Tor in Berlin-Mitte soll möglicherweise verkauft werden. Laut einem Bericht der „Immobilien Zeitung“ läuft derzeit unter den Gesellschaftern des Fundus-Fonds 31 eine Abstimmung über den Verkauf des Luxushotels ab. Der Mindestverkaufspreis liegt demnach bei 280 Millionen Euro. Verwaltet wird der Fonds von der Jagdfeld-Gruppe um den Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld. Auf Tagesspiegel-Anfrage bestätigte ein Sprecher der Jagdfeld-Gruppe, dass das Adlon verkauft werden soll und die Fondmanager der Jagdfeld-Gruppe dazu aktuell die Anleger:innen um ihre Zustimmung bitten. „Nach nunmehr fast 30 Jahren, in denen das Adlon wieder existiert, ist das Gros der mehr als 4000 Eigentümer, überwiegend Privatanleger, in einem Lebensalter, in dem sie sich von ihren Anteilen trennen wollen“, schreibt der Sprecher der Gruppe dem Tagesspiegel. „Mit dem angestrebten Verkauf kommen wir dem Wunsch der Anlegerinnen und Anleger am besten nach und sind so in der Lage, den höchstmöglichen Preis zu erzielen.“ Die Adlon-Fondsgesellschaft sei in der komfortablen Situation, frei und aus eigenen Stücken diesen Weg gehen „und Deutschlands berühmtestes Hotel in neue Hände geben zu können.“ Würde sich bei einem baldigen Verkauf etwas am Hotelbetrieb ändern? „Für unsere Gäste, Kunden und Mitarbeiter sowie die täglichen Abläufe im Hotel Adlon Kempinski Berlin einschließlich seines umfangreichen Serviceangebotes sind durch einen möglichen Verkauf der Immobilie in absehbarer Zeit keine Veränderungen zu erwarten“, sagt eine Sprecherin des Hotelbetreibers. Der Pachtvertrag der Kempinski-Gruppe für das Adlon läuft laut dem Sprecher der Jagdfeld-Gruppe noch bis 2032. Abstimmung läuft bereits seit Ende Juli Der Immobilien Zeitung zufolge läuft die Abstimmung unter den Anlegerinnen und Anlegern des Fonds bereits seit Ende Juli und soll insgesamt vier Wochen dauern. Damit ein Verkauf zustande kommt, müssen sich mindestens 75 Prozent der abgegebenen Stimmen für den Verkauf aussprechen. Bei einer Zustimmung soll gemeinsam mit einem internationalen Makler ein strukturiertes Bieterverfahren organisiert werden. Die Verhandlungen führen sollen laut Immobilien Zeitung Anno August Jagdfeld und die Treuhandgesellschaft Jagdfeld & Partner. Jagdfeld soll offenbar eine Prämie erhalten, wenn er einen Preis erhält, der über dem Mindestpreis von 280 Millionen Euro liegt. Ab einem Verkaufspreis von 310 Millionen Euro soll diese Prämie demnach 20 Prozent des Mehrerlöses betragen. Herausforderungen für das Objekt sind laut der Immobilien Zeitung unter anderem ein steigender Instandhaltungsbedarf – das heutige Hotelgebäude wurde in den Neunzigerjahren gebaut. Außerdem prognostiziert die Immobilien Zeitung sinkende Ausschüttungen für die Anleger des Fonds, wegen höherer Zinssätze nach anstehenden Refinanzierungen. Das Adlon ist eines der renommiertesten Hotels Deutschlands. Berühmt war ursprünglich das alte Luxushotel, das 1907 öffnete. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs brannte es bis auf einen Seitenflügel nieder. 1984 wurde auch dieser Rest abgerissen. Der Name Adlon blieb als Mythos. Mitten im Kalten Krieg kaufte Kempinski den Erben die Namensrechte ab, mehr als 30 Jahre vor dem Mauerfall. Am 23. August 1997 wurde das Hotel Adlon schließlich wiedereröffnet. Finanziert wurde dies über den Fundus-Fonds 31 des Immobilienunternehmers Anno August Jagdfeld. Mehr als 400 Millionen Euro kostete das Projekt. (mit dpa)

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