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Deutschlandticket: Gutachter warnen vor zu Erhöhungen über Preisgrenze

Wirtschaft

Diese Grenze sehen Nutzer

Gutachter warnen vor Preiserhöhungen beim Deutschlandticket

Von SP-X

24.08.2026 - 11:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Beim Deutschlandticket könnte der Spielraum für weitere Preiserhöhungen kleiner werden. Gutachter sehen eine zunehmende Preissensibilität der Kunden.

Weitere Preiserhöhungen beim Deutschlandticket könnten zunehmend Kunden abschrecken. Darauf deutet die aktuelle Überprüfung des bundesweiten Nahverkehrsabos im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums hin. Nach Einschätzung der Gutachter wächst mit dem inzwischen auf 63 Euro gestiegenen Monatspreis das Risiko, Nutzer von dem Angebot abzuschrecken.

Nach der Erhöhung von 58 auf 63 Euro zum Jahresbeginn 2026 ging die Nachfrage im Januar gegenüber dem vierten Quartal 2025 um 2,2 Prozent auf 14,3 Millionen Tickets zurück. Die daraus errechnete Preiselastizität lag bei minus 0,25. Der Wert gibt an, wie stark sich die Nachfrage mit dem Preis verändert. Bei der vorherigen Preiserhöhung von 49 auf 58 Euro war die Nachfrage lediglich um 2,0 Prozent gesunken, die Preiselastizität hatte bei minus 0,11 gelegen. Die Reaktion der Kunden auf den Preis fiel damit zuletzt mehr als doppelt so stark aus.

Das sind die Top-Fragen des Tages:

Gutachter empfehlen sorgfältige Abwägung

Auch eine Befragung zur Zahlungsbereitschaft deutet auf begrenzten Spielraum hin. Als optimal wird demnach ein Preis von etwa 60 Euro wahrgenommen. Bei knapp 65 Euro liegt bereits der Punkt, an dem die Hälfte der Befragten den Preis als zu teuer bewertet. Die Gutachter empfehlen daher, weitere Erhöhungen sorgfältig abzuwägen. Je höher diese ausfielen und je früher eine von ihnen angenommene psychologische Schwelle von 69 Euro überschritten werde, desto größer sei die Gefahr, dass wegen sinkender Nachfrage kaum noch zusätzliche Einnahmen erzielt würden.

Der Preis des Deutschlandtickets soll ab 2027 anhand eines Index fortgeschrieben werden, in den unter anderem Personal- und Energiekosten eingehen. Der daraus resultierende Preis für das jeweils folgende Jahr soll spätestens zum 30. September veröffentlicht werden.

Verwendete Quellen

Nachrichtenagentur SP-X

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