Devisenmarkt: US-Finanzministerium bereitet Banken auf eventuelle Yen-Intervention vor
Frankfurt. Nach jüngsten Berichten über eine mögliche Beteiligung der USA an einer Devisenmarktintervention Japans am Yen-Markt steht offenbar ein neuer Vorstoß bevor. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, das US-Finanzministerium habe mehrere Banken über Pläne für eine mögliche Intervention am Freitag informiert. Sie sollten sich „für künftige Maßnahmen bereithalten“. Die über den New Yorker Ableger der Federal Reserve lancierte Mitteilung an die Institute kam am Tag, nachdem die japanischen Behörden zur Stützung des Yen eingegriffen hatten. Dieser Schritt bescherte der seit Langem schwächelnden Währung den stärksten Wochenanstieg seit Februar. Börsianer hatten mit einem solchen Schritt gerechnet, da die Währung seit Wochen auf einem 40-Jahres-Tief verharrte. Am Donnerstag hatte die japanische Währung bis zu 3,6 Prozent zugelegt. Die Zeitung „Nikkei“ berichtete, dass US-Behörden damals während des Handelsverlaufs Kursabfragen vornahmen, was Spekulationen über eine US-Beteiligung an der Operation nährte. Bei solchen Abfragen erkundigen sich Währungsbehörden bei Banken nach den Kursen, zu denen diese eine Währung verkaufen würden. Oft ist dies ein Vorbote für eine Intervention.