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DFB: Antonio Rüdiger beendet Karriere in der Nationalmannschaft

Allgemein

Nach SPIEGEL-Informationen soll die Entscheidung nichts mit dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp zu tun haben. Klopp hatte nach dem WM-Aus von Julian Nagelsmann übernommen. Am 24. September startet er mit dem DFB-Team in den Niederlanden in die Nations League. Binnen zehn Tagen folgen noch die Partien in Augsburg gegen Griechenland, in München gegen Serbien und auswärts in Griechenland.

»Auch wenn der große Titel bei den letzten Turnieren ausblieb und wir manche schmerzhafte Niederlage hinnehmen mussten, war diese Zeit für mich ein extrem besonderes Kapitel, das mich für immer prägen wird«, erklärte der Defensivmann in seinem Statement. »Ein besonderer Dank geht an Jogi Löw, Hansi Flick und Julian Nagelsmann, die mich auf meiner Reise beim DFB begleitet und geprägt haben. Aber auch an meinen Förderer in der U-Nationalmannschaft Horst Hrubesch.«

DFB-Debüt vor mehr als zwölf Jahren

Rüdiger ist nach Rekordtorwart Manuel Neuer der zweite Nationalspieler, der nach der WM seine DFB-Karriere beendet. Der Starverteidiger von Real Madrid spielte seit 2014 insgesamt 86 Mal für die Nationalmannschaft und nahm an drei Welt- und zwei Europameisterschaften teil. Seinen einzigen Titel gewann er 2017 mit dem jungen Siegerteam beim Confederations Cup in Russland.

Sein DFB-Debüt gab der oft streitbare Profi in einem Testländerspiel im Mai 2014 gegen Polen (0:0). Zum folgenden WM-Kader für Brasilien gehörte er aber noch nicht. Auch sein Turnierdebüt bei der EM 2016 platzte. Rüdiger zog sich im Trainingslager einen Kreuzbandriss zu. Bei der WM 2018 spielte Rüdiger nur beim 2:1 gegen Schweden, vier Jahre später konnte er als Stammkraft in Katar das erneute frühe Turnieraus nicht verhindern.

Über Jahre war der gebürtige Berliner eine fixe Größe in der deutschen Abwehr. Durch eine Verletzung im Herbst 2025 verlor er aber seinen Stammplatz bei Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann. Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck bildeten die Stammabwehr in Amerika – bis zur Knöchelverletzung von Schlotterbeck im zweiten Spiel gegen die Elfenbeinküste.

Dann war Rüdiger wieder da, nachdem er seine Reservistenrolle zuvor klaglos angenommen und seine Konkurrenten fast schon überschwänglich gelobt hatte. Den K.o. in der Zwischenrunde gegen Paraguay (3:4 im Elfmeterschießen) konnte aber auch Rüdiger nicht abwenden. Anschließend hatte er ausdrücklich Nagelsmann für die große sportliche Enttäuschung in Schutz genommen.

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