DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:00:00 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,57 % 4.432,00 USD 23:00:00 Silber -0,07 % 64,83 USD 22:59:58 Brent +1,75 % 88,59 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin +0,10 % 63.041,50 USD 05:22:47 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:21 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:22 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:21 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:21

DFB-Chaos nimmt seinen Lauf: Erster Klub boykottiert DFB-Abstimmung

Sport

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Ist das der Anfang vom großen Chaos für den DFB? Drei Monate nach Ende der Regionalliga-Arbeitsgruppe wollte der Dachverband über die Ergebnisse abstimmen lassen. Doch weil das favorisierte Kompassmodell vorab verändert wurde, boykottiert jetzt der erste Verein das Verfahren. So gab Hansa Rostock bekannt, nach dem DFB-Skandal nicht am Votum teilzunehmen. „Das ist kein sauberer Reformprozess mehr. Das ist ein Verfahren, das Vertrauen zerstört“, spricht der Drittligist Klartext. Der FCH ergänzt: „Nicht die gemeinsam erarbeiteten Grundlagen zählen, sondern kurzfristig veränderte Spielregeln im entscheidenden Moment. Ein zentrales Modell wird auf den letzten Metern verändert, Abstimmungslogiken werden umgestellt, Mehrheiten werden faktisch relativiert.“ Es ist eine schallende Ohrfeige für die Regionalliga-Träger im DFB, dessen Regionalverbandsbosse Peter Frymuth (69/Westen), Dr. Christoph Kern (43/Bayern) und Ralph-Uwe Schaffert (75/Norden) die volle Verantwortung für den Ablauf tragen. Experte: „Das ist kein sauberer Prozess“ Das Kompassmodell wurde kurzfristig durch die Regionalfürsten frisiert, acht Startplätze gestrichen und vier 18er- statt 20er-Staffeln, die so nie vorgesehen waren, festgelegt. Weiter meint Hansa Rostock : „Wir stehen klar für eine Reform der Regionalligen. Wir wollen einen Fußball, in dem Meister wieder sportlich aufsteigen können und der Wettbewerb fair geregelt ist. Aber: Eine Reform kann nur dann legitim sein, wenn sie auf klaren, stabilen und transparenten Grundlagen basiert.“ Prof. Harald Lange (57) von Universität Würzburg kann das Verhalten verstehen: „Das passt zu den DFB-Mustern, es handelt sich hier nicht um einen sauberen demokratischen Prozess.“ Auch der Sportwissenschaftler ist überzeugt, dass dieses Verfahren Vertrauen bei Vereinen und Fanszenen „noch und nöcher“ kosten wird. Rostock: „Aus Reformpolitik wird Machtspiel“ Rostock betont: „Wenn diese Grundlagen kurz vor der Abstimmung verändert werden, wird aus Reformpolitik ein Machtspiel – und genau das machen wir nicht mit.“ Nach BILD-Informationen soll der FCH nur den Anfang machen. Nehmen die Verbände ihre kurzfristigen Veränderungen nicht zurück, sollen eine Menge Traditionsklubs in ganz Deutschland die DFB-Abstimmung ebenfalls boykottieren wollen. Hansa spielte in der Vergangenheit mit seiner zweiten Mannschaft in der Regionalliga Nordost mit und ist als Drittligist stimmberechtigt. Weiter heißt: „Solange kurz vor der Entscheidung an den Grundregeln geschraubt wird und der Eindruck entsteht, dass Verfahren und Mehrheiten nachträglich angepasst werden, werden wir an dieser Abstimmung nicht teilnehmen. Wir wollen Veränderung im deutschen Fußball. Aber nicht auf einem Weg, bei dem Entscheidungen im letzten Moment umgebaut werden. Reformen müssen von den Vereinen getragen werden – nicht gegen sie!“ Der DFB steht vor einem eigens verursachten Scherbenhaufen – und es ist wohl erst der Anfang...

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren