DFB: Jürgen Klopp sagt ersten Bundestrainer-Auftritt ab
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Mainz – Eigentlich sollte Jürgen Klopp (59) am Montagmorgen persönlich in Mainz auf der Bühne stehen. Doch dann kam alles anders! Beim dreitägigen Internationalen Trainer-Kongress des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) in der Mainzer Rheingoldhalle war Klopp bereits seit Wochen als Gesprächsgast angekündigt. Doch seit Freitag ist klar: Der Ex-Mainzer ist neuer Bundestrainer! Klopp übernimmt das Amt von Julian Nagelsmann (39), der nach dem enttäuschenden WM-Aus seinen Posten räumen musste. Für das geplante Bühnengespräch sagte Klopp deshalb kurzfristig ab. Doch ganz ohne Klopp mussten die mehreren Hundert, teils prominenten Gäste in Mainz nicht auskommen. Der neue Bundestrainer, der beim DFB einen Vertrag bis 2030 unterschrieb, meldete sich per Videobotschaft und erklärte seine Absage – mit gewohnt lockeren, aber auch nachdenklichen Worten. Klopp erklärte: „Eigentlich sollte ich heute hier live und in Farbe sein. Und das hätte ich auch sehr gerne gemacht. Aber die Ereignisse haben sich überschlagen. Jetzt wisst ihr seit ein paar Tagen alle Bescheid, nachdem davor viele Geschichten in der Zeitung standen. Seit ein paar Tagen bin ich offiziell Bundestrainer unseres schönen Landes. Es ist ein großes Amt, dessen bin ich mir absolut bewusst.“ Klopp will sich vor seinem ersten Spiel im September (in Holland) nicht zu sehr in der Öffentlichkeit präsentieren, wie er erzählte: „Ich möchte nicht gleich zu Beginn Schlagzeilen liefern, ohne überhaupt schon einmal mit der Mannschaft gespielt zu haben.“ Eigentlich hätte Klopp beim Kongress über ein ganz anderes Thema sprechen sollen. Die These dabei: „Trainer werden ist nicht schwer, Trainer sein umso mehr.“ Völler ersetzt Klopp Dazu wollte er aus seiner eigenen Karriere erzählen und erklären, wie er es geschafft hat, über viele Jahre bei seinen jeweiligen Vereinen erfolgreich zu arbeiten und sich dort zu behaupten. Doch nun, als neuer Bundestrainer, könnte genau dieses Thema für ihn schnell unangenehm werden. Klopp selbst sagte: „Das wäre sicherlich ein interessantes Thema gewesen. Aber wenn ich mir jetzt vorstelle, was alles auf mich zukommt, könnte mir das in den nächsten Tagen und Wochen durchaus um die Ohren fliegen. Denn jetzt bin ich wieder Trainer geworden.“ Und dann wurde Klopp noch einmal persönlich. Denn dass ausgerechnet DFB-Spüortdirektor und Legende Rudi Völler (66) nun für ihn als Gesprächsgast einspringen würde, freute ihn besonders: „Und jetzt etwas, das ich mir in meinem Leben nie vorstellen konnte: Für mich kommt jetzt Rudi Völler rein. Wenn mir das jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte, dann hätte ich das wahrscheinlich für ausgeschlossen gehalten.“