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DFB-Pokal: Borussia Dortmund schlägt tapferen HEBC Hamburg letztlich mühelos

Sport

Borussia Dortmund hat seine Auftakthürde im DFB-Pokal ohne Probleme gemeistert. Die hoch veranlagte Rasselbande von Trainer Niko Kovac siegte in seiner Erstrundenpartie beim Oberligisten HEBC aus Hamburg mit 5:0 (4:0) und schloss den kniffeligen Deadline-Day auch sportlich vernünftig ab.

"Wir hatten viele Wechsel, da brauchst du erstmal Rhythmus. Es hätten hinten heraus mehr sein können, aber wir haben die Pflichtaufgabe gelöst", sagte Marcel Sabitzer bei "RTL" und "Sky" und fügte an: "Für den HEBC war es ein Highlight. Wir sind froh, dass wir ein Teil davon waren. Es hat jedem Spaß gemacht."

Ein Eigentor von Janek Wrede (33.) leitete den Torreigen vor einer Rekordkulisse im Hamburger Volksparkstadion ein. Danach trafen Daniel Svensson (36.), Samuele Inácio per Doppelpack (41. und 45.+2) sowie Fabio Silva (59.) für den BVB.

"Es ist einfach schwierig, gegen Dortmund nach 30 Minuten Verteidigen immer noch zu verteidigen. Sie waren einfach klar überlegen und irgendwann fallen die Dinger leider halt rein", sagte Hamburgs Torhüter Jannik Schoon, der die erste Halbzeit im Kasten stand.

In der zweiten Hälfte kam sein Vertreter Nils Ahmann ins Spiel und war von der Atmosphäre begeistert, "Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Diese Kulisse hinter einem zu haben und diesen Ball zu halten, ist ein unbeschreibliches Gefühl", sagte er.

Kovac rotiert durch - BVB benötigt Anlaufzeit

Die Nachricht des Tages aus Borussen-Sicht verkündete der Vizemeister aber schon unmittelbar vor der Partie: Drei Tage nach der schlimmen Knieverletzung von Giannis Konstantelias (Kreuzbandriss) ist Ersatz gefunden, der 19‑jährige Ethan Nwaneri wechselt auf Leihbasis für eine Saison vom FC Arsenal nach Dortmund. "Für uns war Ethans Verpflichtung die sportlich nun bestmögliche Lösung", sagte Dortmunds Sport-Geschäftsführer Lars Ricken.

Borussen-Coach Kovac nutzte die Partie am Dienstagabend gegen den Fünftligisten, um Spielpraxis zu verteilen. Drei Tage nach dem 2:0-Sieg zum Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV veränderte er seine Startformation auf sieben Positionen. So durfte im Tor etwa Alexander Meyer anstelle von Gregor Kobel ran, Serhou Guirassy bekam ebenso eine Pause wie Joane Gadou. Konstantinos Karetsas wurde erst spät eingewechselt.

Es dauerte - vielleicht auch aufgrund der vielen Wechsel - bis Dortmund seiner haushohen Favoritenrolle gerecht wurde. Während es vorne zunächst an Präzision fehlte, versteckten sich die Hamburger keineswegs und verzeichneten in der Anfangsphase sogar zwei Abschlüsse.

Mit zunehmender Spielzeit riss der BVB die Partie immer mehr an sich und erspielte sich etliche Torchancen. Pluspunkte sammelte auch der 18 Jahre alte Inácio, der gegen den HSV noch mit seinem Blitzrot und anschließendem Flaschenwurf für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Der Hamburg-Eimsbütteler-Ballspiel-Club, der immerhin eine halbe Stunde lang von der großen Sensation träumte, hatte trotz der deutlichen Niederlage allen Grund zur Freude: Die 45.917 Zuschauer bedeuteten eine neue Bestmarke bei DFB-Pokal-Spielen mit Fünftliga-Beteiligung. Weil der heimische Professor-Reinmüller-Platz mit seinen 2500 Plätzen viel zu klein gewesen wäre, war der Hamburger Stadtteilklub in den Volkspark umgezogen.

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