DFB-Pokal: Freiburg gewinnt souverän bei Fortuna Düsseldorf
Direkt aus Schottland waren die Freiburger nach dem 3:1-Hinspielsieg in der Europa-League-Qualifikation beim SC Motherwell nach Düsseldorf gereist, als Nachteil erwies sich die Reise jedoch nicht. Nach seinem Doppelpack am Donnerstag war Matthias Ginter seinem nächsten Treffer schon früh ganz nah, Fortunas Pokaltorhüter Louis Lord lenkte seinen Kopfball aber ganz stark über die Latte (11.).
Höler nutzt Nachlässigkeit der Fortuna
So gut der Keeper da reagiert hatte, so schläfrig agierten wenig später aber seine Vorderleute. Marcel Benger ließ Patrick Osterhage unbedrängt flanken und in der Mitte ließ Dominique Heintz seinen Gegenspieler Höler laufen, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte (18.). Auch danach blieben die Freiburger dominant, Lord verhinderte aber eine Vorentscheidung, als Yuito Suzuki frei vor ihm auftauchte und er wieder einen tollen Reflex zeigte (28.).
Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster wirkte total souverän, Fortuna machte dennoch einen deutlich stärkeren Eindruck als zuletzt in der 3. Liga, als es gegen die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim (0:2) einen ganz schwachen Heimauftakt gegeben hatte. Zuvor war bereits das erste Saisonspiel bei Waldhof Mannheim (1:2) verloren gegangen. Nach diesem Eindruck wurde im Klub bei allen Ambitionen auch gepredigt, dass die Art und Weise gegen Freiburg im Vordergrund stehe - und die war gut.
Matanovic kommt - und trifft sofort
Offensiv war die Mannschaft von Coach Alexander Ende allerdings kaum zu sehen, stattdessen hatte sie Glück, dass Vincenzo Grifo in der 48. Minute völlig freistehend aus 13 Metern übers Tor schoss. Wenig später trat Ginter in einer ähnlichen Situation am Ball vorbei (50.). Freiburg kam sehr offensichtlich mit dem Vorhaben aus der Kabine, das Spiel möglichst schnell zu entscheiden. Das gelang aber auch Höler zunächst nicht - weil an Lord wieder kein Vorbeikommen war (52.).
Andreas Müller hatte die einzige Möglichkeit, die Taten seines Torhüters zu veredeln, nach einem der ganz wenigen Fehler der Freiburger schoss der Düsseldorfer Mittelfeldspieler aber aus aussichtsreicher Position vorbei (66.). Und das rächte sich, mit seinem zweiten Ballkontakt entschied Joker Matanovic die Partie mit seinem Kopfball nach einer Freistoßflanke (71.).
Deutliche Angelegenheit für Freiburg
Und dann wurde es noch bitterer für die tapfer kämpfende Fortuna, Kübler bekam den Ball nach einer Rettungstat von Lord an den Arm und von dort sprang das Spielgerät ins Tor zum 3:0 - und weil es in der ersten Pokalrunde keinen Videobeweis gibt, zählte der Treffer auch (74.). Immerhin betrieb Düsseldorf danach etwas Ergebniskosmetik, nach einem Eckball erzielte Fabian Schleusener den Ehrentreffer für die Gastgeber (76.).
Dennoch wurde es am Ende deutlich. Makengo nutzte, dass Fortuna neue Hoffnung geschöpft und die Hintermannschaft vorgezogen hatte und versenkte freistehend ins kurze Eck (80.), Sekunden vor dem Schlusspfiff schnürte Matanovic dann auch noch den Doppelpack (90.+4).
Und so geht es für den Sportclub nach sehr erfolgreichen Tagen auf Reisen wieder zurück nach Hause - und dort soll es genauso erfolgreich weitergehen. An Donnerstag steht das Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation gegen Motherwell (18.45 Uhr) an, drei Tage später ist Werder Bremen am ersten Bundesliga-Spieltag zu Gast (15.30 Uhr).