DFB-Pokal gegen SC Freiburg: Charaktertest für ganz Fortuna Düsseldorf
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„Fußball ist ein Ergebnissport“ – diese Weisheit kann man für Sonntag streichen. Denn nach dem Horror-Start in der 3. Liga wäre eine Pokal-Sensation gegen Freiburg (18 Uhr/Sky) für Fortuna natürlich die beste Therapie, das Wichtigste ist aber, wie sich die Spieler auf dem Platz präsentieren. Und auch, wie sich alle anderen im Stadion verhalten.
Nach dem 0:2 gegen Hoffenheim II war das Entsetzen in der Arena zu Recht riesig, wieder mal wurde Fortuna Düsseldorf von der Mannschaft im Stich gelassen. Während es vom Großteil der Fans fast über die gesamte Partie trotzdem Unterstützung gegeben hatte, gab es danach aber eine nicht ganz so kleine Gruppe an Anhängern, die sang: „Oh, wie ist das schön!“ Häme gegen eine komplett neue Truppe, die nach dem Abstieg wieder in der Blitz-Krise steckt? Das hilft bei allem gerechtfertigten Frust überhaupt nicht!
Fortuna braucht die Unterstützung ihrer Fans – und auch die ihrer Mitarbeiter. Alexander Ende (46) muss nicht von allen der Trainer-Favorit sein, aber Sticheleien auf der Tribüne und das Verbreiten von Gerüchten, er würde bei einer Pleite fliegen, sind Gift für den ganzen Klub. Das befeuert Unruhen, die sich natürlich auch auf die Mannschaft übertragen. Und das beeinflusst auch die Arbeit von Ende, ob bewusst oder unterbewusst.
Ende: „Maximale Energie, Griffigkeit und Herz!“
Denn auch der Düsseldorf-Coach muss wie die Fans und alle Mitarbeiter gegen Freiburg Charakter zeigen. Ende hat den klaren Auftrag erhalten, sich und seinem Weg treu zu bleiben – macht er das nicht, könnte sein Job wirklich bald in Gefahr sein. In seinem achten Düsseldorf-Pflichtspiel (bisher zwei Siege und fünf Niederlagen) muss der Ex-Münsteraner seine Spieler nicht nur wieder so spielen lassen, wie es beim Neubau des Kaders geplant worden ist , sondern sie auch so heiß machen, dass jeder sein Fortuna-Herz auf dem Platz lässt.