DFB-Star deutete unmittelbar nach WM-Aus seinen Rücktritt an: Umdenken wegen Jürgen Klopp?
Einem Bericht der Sport Bild zufolge soll Rüdiger unmittelbar nach Deutschlands enttäuschendem Sechzehntelfinal-Aus bei der WM 2026 gegen Paraguay noch in der Kabine angedeutet haben, seine Nationalmannschaftskarriere beenden zu wollen. Offiziell gemacht hat der Innenverteidiger eine solche Entscheidung bisher aber bekanntlich nicht. Und laut Sport Bild könnte Rüdiger mit etwas Abstand auch wieder umdenken. Demnach hält es sich der 33-Jährige offen, ob er nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann und der Installation von Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer nicht doch noch im DFB-Team weiter mache. Ob Klopp auf den Abwehrspieler von Real Madrid setzen will, ist derweil ebenso offen. Laut Sport Bild möchte der neue Chefcoach, der vergangenen Freitag vorgestellt wurde, nun nach und nach aktuelle Nationalspieler und Akteure, die er neu im Blick hat, anrufen und ihnen seine Planungen mitteilen. Auch, weil das erst jetzt geschieht, hielten sich etwaige Rücktrittskandidaten mit öffentlichen Äußerungen hinsichtlich ihrer Zukunft in der Landesauswahl bisher noch zurück, heißt es. Setzt Jürgen Klopp beim Neuaufbau des DFB-Teams auf Antonio Rüdiger? Rüdiger war bei der WM zunächst Innenverteidiger Nummer drei gewesen und musste sich hinter dem gesetzten Duo aus Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck anstellen. Nachdem sich Letzterer im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste eine Sprunggelenksverletzung zuzog und für den Rest des Turniers ausfiel, rückte Rüdiger ins Team und spielte sowohl in der abschließenden Vorrundenpartie gegen Ecuador (1:2) als auch im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (4:5 n.E.) von Beginn an. Insgesamt hat der Abwehrmann bisher 86 Länderspiele absolviert. Getty Images Ob er mit inzwischen 33 bei Klopp weiterhin zum Stammaufgebot zählt, bleibt abzuwarten. Der neue DFB-Coach hatte bei seiner Antritts-PK mehr als nur angedeutet, auch personell einen Umbruch einleiten zu wollen und öffnete explizit die Tür für Neulinge. Neben den auch unter Klopp voraussichtlich sicher im Kader gesetzten Tah und Schlotterbeck bieten sich mit Malick Thiaw (Newcastle United), Finn Jeltsch (VfB Stuttgart) oder Yann Bisseck (Inter Mailand) einige junge Innenverteidiger für den Neuaufbau an. Andererseits - und da liegen Rüdigers Chancen - ist noch unklar, welche erfahrenen Führungsspieler Klopp für die Zukunft der DFB-Elf unbedingt mit dabei haben will. Antonio Rüdigers große Turniere verliefen meist enttäuschend Rüdiger hatte im Mai 2014 sein Länderspieldebüt gefeiert und war seither konstant Teil der Nationalmannschaft. Die EM 2016 wäre sein erstes großes Turnier gewesen, allerdings zog er sich kurz davor einen Kreuzbandriss zu und fiel aus. Danach war Rüdiger zwar beim Confederations-Cup-Erfolg 2017 dabei, seine Teilnahmen an großen Turnieren verliefen aber zumeist enttäuschend: Vorrunden-Aus bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022, Achtelfinale bei der EM 2021, Viertelfinale bei der EM 2024 und Sechzehntelfinale nun bei der WM 2026. Klopp wird seinen ersten Kader als Bundestrainer derweil im September nominieren. Seine Premiere feiert der 59-Jährige am 24. September, wenn Deutschland zum Auftakt der neuen Nations-League-Saison in der Niederlande zu Gast ist. Drei Tage später folgt Klopps erstes Heim-Länderspiel in Augsburg gegen Griechenland.