DFB weist Einspruch zurück: Wagner für Bayern-Spiel gesperrt
SVE-Trainer Vincent Wagner bleibt für das bislang größte Spiel seiner Trainerkarriere am kommenden Sonntag gesperrt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies den Einspruch der SV Elversberg gegen die Gelb-Rote Karte aus dem Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach nach nur wenigen Stunden zurück. Damit wird Wagner das Spiel gegen Rekordmeister Bayern München von der Tribüne verfolgen müssen.
Das Sportgericht schrieb in seiner Begründung, dass es "keine Anhaltspunkte für einen offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters gemäß § 11 Nr. 3 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung und damit für eine ausnahmsweise Aufhebung der automatischen Sperre" gebe.
Gemäß Rechtsprechung der UEFA sei "ein solcher Ausnahmetatbestand nur dann gegeben, wenn eine Personenverwechselung vorliegt, oder es zwischen Trainer und Schiedsrichter keinerlei Kontakt gab und sich der vom Platz gestellte Trainer auch sonst in keiner Weise sportwidrig verhalten hat".
Die SV Elversberg kann gegen diese Entscheidung binnen 24 Stunden nochmals Einspruch einlegen.
Gelb-rote Karte gegen Gladbach
Wagner hatte beim Sieg der SVE am vergangenen Samstag in Mönchengladbach eine gelb-rote Karte bekommen. Nach einer umstrittenen Entscheidung zu Ungunsten der SVE hatte der Elversberger Trainer zunächst unerlaubterweise den Platz betreten und dafür Gelb gesehen.
Im Anschluss war er auf den Schiedsrichter zugegangen. Dafür bekam Wagner eine erneute Verwarnung und musste das Spiel von der Tribüne aus weiterverfolgen. Zudem ist Wagner aufgrund der gelb-roten Karte für ein Ligaspiel gesperrt.
Muss Wagner auf die Tribüne?
Am Wochenende hatten sich mehrere Prominente aus dem Fußballbereich gegen eine Sperre für Wagner ausgesprochen, unter anderem der Bayern-Vorstand Jan-Christian Dreesen.
Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 7.9.2026 berichtet.