DHDL: Dümmel holt sich Sauberkugel-Deal - "Eines der härtesten Battles"
Krümel in der Handtasche, Sand im Auto und jede Menge Staub in den Ritzen: Susanne und Bernd Schmekel haben aus einem kleinen Alltagsproblem ein Millionenbusiness gemacht. Mit ihrer Sauberkugel wollen sie bei „Die Höhle der Löwen“ den nächsten Wachstumsschritt finanzieren. Am Ende liefern sich gleich drei Löwen ein Bieterrennen. Am Ende bekommt Ralf Dümmel den Zuschlag.
Von „Herzblatt“ in die Höhle der Löwen
Das Ehepaar hat sich vor 25 Jahren bei der Fernsehshow „Herzblatt“ kennengelernt. Mittlerweile verbindet die beiden nicht nur die Ehe, sondern auch ein Unternehmen. Mit ihrer Sauberkugel haben sie ein ziemlich simples Problem gelöst: Krümel, Staub und Sand sammeln sich gerne dort, wo man sie eigentlich überhaupt nicht gebrauchen kann. Zum Beispiel in der Handtasche.
Susanne Schmekel kennt das Problem aus eigener Erfahrung: „Mein Naturell ist immer, Probleme zu lösen.“ Ihre Lösung war eine kleine, klebrige Kugel, die durch die Bewegung in der Tasche Krümel aufnimmt. Anschließend lässt sie sich reinigen und wiederverwenden.
Aus der Kugel wird ein „Saubergeist“
Inzwischen ist es nicht mehr nur bei der Sauberkugel geblieben. Mit dem Saubergeist haben die Gründer das Prinzip weiterentwickelt. Der soll vor allem dort zum Einsatz kommen, wo normale Reinigungstücher oder Staubsauger schnell an ihre Grenzen kommen, etwa in engen Zwischenräumen oder in der Mittelkonsole des Autos.
Das Konzept scheint anzukommen, denn nach Angaben der Gründer wurden bereits mehr als 1,5 Millionen Sauberkugeln verkauft. Insgesamt haben Susanne und Bernd Schmekel in den vergangenen acht Jahren rund acht Millionen Euro Umsatz erzielt. Das Geschäft ist international. Die Produkte werden unter anderem in Deutschland, den USA, Japan, Taiwan und Korea verkauft.
80 Prozent Marge – und trotzdem fehlt es an Personal
Auch die Zahlen hinter dem Produkt können sich sehen lassen. Die Sauberkugel hat eine UVP von 8,90 Euro, beim Produkt liegt laut Gründerangaben eine Marge von rund 80 Prozent. Das Unternehmen schreibt nach eigenen Angaben seit Jahren Gewinne, etwa zehn Prozent pro Jahr.
Trotzdem gibt es einen ungewöhnlichen Punkt in der Unternehmensgeschichte. Zum Zeitpunkt des Löwen-Auftritts haben Susanne und Bernd noch keine Mitarbeiter. Das sorgt bei den Investoren für Fragezeichen. Frank Thelen will deshalb wissen: „Warum braucht ihr Hilfe?“
Die Antwort, sie bekommen Anfragen aus aller Welt und wollen die Produktion vorfinanzieren. Außerdem brauchen sie Unterstützung, um stärker in den Handel zu kommen.
Wöhrl und Thelen steigen aus
Für Dagmar Wöhrl ist genau das ein Problem. Sie sieht mehrere Baustellen gleichzeitig: Personal, Vorfinanzierung und Marketing. Ihr Urteil: „Euch fehlt Personal, Vorfinanzierung und Marketing. Dafür werden die 250.000 Euro nicht reichen. Ich bin raus.“
Auch Thelen kann sich nicht für ein Investment entscheiden. Dabei gefällt ihm die Geschichte der Gründer zunächst durchaus. „Ich finde eure Story super. Das zeigt wieder, was alles möglich ist.“ Doch dann kommt sein großes Fragezeichen: „Was mir nicht gefällt, irgendwas ist komisch. Warum habt ihr keine Mitarbeiter? Ich suche Unternehmer, die skalieren wollen, das hättest du besser machen können.“
Thelen sieht obendrein eine Stagnation beim Umsatz und entscheidet sich deshalb gegen einen Einstieg.„Ich folge meinem Bauch. Für mich krieg’ ich es nicht zusammen. Aus dem Grund bin ich raus“, sagt er.
Drei Löwen wollen plötzlich denselben Deal
Damit bleiben Judith Williams, Ralf Dümmel und Andreas Herb im Rennen – Herb macht den ersten Vorstoß: „Ich finde das Produkt mega. Ich würde 250.000 machen, aber für 25,1 Prozent.“ Kurz darauf kommen auch Williams und Dümmel mit Angeboten um die Ecke. Williams sagt: „Ralf und ich haben uns schon oft gebattlet. Das wird eines unserer härtesten Battles. Ich gebe euch die 250.000 Euro für 20 Prozent.“ Dümmel bietet dasselbe. „Das Produkt ist der absolute Hammer. Ich habe wirklich Puls“, erzählt er. Herb will sich nicht einfach geschlagen geben und reduziert sein ursprüngliches Angebot ebenfalls auf 250.000 Euro für 20 Prozent.
Die Gründer vor der Luxusfrage, vor der wohl jeder Unternehmer in der Höhle gerne stehen würde: Drei Löwen wollen investieren, und alle bieten dieselben Konditionen. Die Gründer müssen sich entscheiden.
Die Sauberkugel geht an Ralf Dümmel
Am Ende fällt die Wahl auf Ralf Dümmel. Damit sichern sich Susanne und Bernd Schmekel 250.000 Euro für 20 Prozent ihrer Firmenanteile und haben gleichzeitig einen Löwen an ihrer Seite, der ihnen beim weiteren Wachstum und vor allem beim Eintritt in den Handel helfen soll.
Die Sauberkugel und der Saubergeist sind online erhältlich. Im eigenen Shop kostet die Sauberkugel einzeln 8,95 Euro, der Saubergeist 12,95 Euro. Wer beide Produkte zusammen möchte, bekommt das Sauber-Duo aktuell für 17,95 Euro statt 21,90 Euro. Auch Sets mit zwei oder drei Sauberkugeln sowie Geschenkboxen gehören zum Sortiment.