DHL-Jet touchiert fremdes Objekt: Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig nahe ukrainischer Maschine gesichtet
Am Flughafen Halle/Leipzig wird in der Nacht eine Drohne entdeckt. Die Polizei ermittelt, unter anderem kommt ein Sprengstoffroboter zum Einsatz. Der Flugverkehr ist noch immer eingeschränkt. Zudem kollidiert eine DHL-Maschine nach dem Start mit einem bislang unbekannten Gegenstand. Der Flughafen Leipzig/Halle hat in der Nacht den Flugbetrieb eingestellt, nachdem eine Drohne gesichtet und anschließend ein verdächtiger Gegenstand gefunden wurde. Einem Sprecher der Nato zufolge wurde die Drohne in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs gesichtet. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen vom Morgen sollen an der Drohne Sprengstoff und ein Zünder befestigt gewesen sein. Sie sei inzwischen mit einem Röntgengerät untersucht worden. Mehrere Maschinen, unter anderem eine Passagiermaschine, waren laut Polizeidirektion Leipzig umgeleitet worden. Die Polizei sprach von einem "sicherheitsrelevanten Vorfall". Der Nordbereich ist seit den frühen Morgenstunden wieder in Betrieb. Die Südpiste ist für die Ermittlungen derzeit noch gesperrt. Die Drohne wurde demnach an der südlichen Start- und Landebahn des Flughafens entdeckt und von der Bundespolizei begutachtet. Auch ein Sprengstoffroboter war dafür im Einsatz. Demnach bestehe keine akute Gefahr. Von dem Vorfall betroffen ist nach eigenen Angaben auch der Logistiker DHL. "Das hatte betriebliche Auswirkungen", sagte DHL-Chef Tobias Meyer, die "durchaus spürbar" seien. Untersuchungen müssten nun zeigen, was genau an dem Flughafen vorgefallen sei, der stark von DHL genutzt wird. Eine DHL-Maschine sei kurz nach dem Start in Leipzig mit einem unbekannten Gegenstand kollidiert, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Das Flugzeug habe aber sicher in Hannover landen können. Das Bundesinnenministerium bestätigte den Vorfall. Weil die Maschine nicht landen durfte, sei sie durchgestartet, sagte ein Sprecher des Ressorts von Minister Alexander Dobrindt. Dann sei sie "anscheinend mit etwas kollidiert" und habe anschließend in Hannover landen können. Derzeit ist allerdings offen, ob die Drohnensichtung und der Zwischenfall mit der Maschine in Zusammenhang stehen