DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,81 % 53.906,21 Pkt 18:28:44 S&P 500 +0,20 % 7.738,70 Pkt 18:28:48 Nasdaq +0,83 % 26.583,51 Pkt 18:28:50 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +3,85 % 4.405,50 USD 18:18:43 Silber +3,64 % 63,68 USD 18:18:44 Brent +1,39 % 83,64 USD 18:18:47 WTI +1,37 % 78,35 USD 18:18:50 Bitcoin +0,93 % 64.861,87 USD 18:28:48 EUR/USD +0,07 % 1,15650 USD 18:27:56 EUR/GBP -0,17 % 0,85650 GBP 18:28:52 EUR/CHF +0,14 % 0,93360 CHF 18:28:53 EUR/JPY -0,07 % 182,020 JPY 18:23:29

Diabetische Retinopathie: Tirzepatid senkt Netzhautkomplikationen um 70%

Gesundheit

Neue Studien zeigen: Abnehm- und Diabetes-Spritzen könnten das Risiko für schwere Augenerkrankungen deutlich senken. Besonders beeindruckend sind die Zahlen bei Komplikationen der diabetischen Retinopathie. Deutlich weniger Netzhautkomplikationen Eine Analyse von rund 173.800 Patienten, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Ophthalmology, untersuchte die Wirkung von Tirzepatid auf Augenerkrankungen binnen zwölf Monaten. Das Ergebnis: Das Risiko für eine nichtproliferative diabetische Retinopathie sank um 13 Prozent, die proliferative Verlaufsform trat sogar 29 Prozent seltener auf. Noch deutlicher fielen die Effekte bei schwerwiegenden Komplikationen aus. Makulaödeme reduzierten sich um 38 Prozent, Glaskörperblutungen um 40 Prozent. Bei traktiven Netzhautablösungen verzeichneten die Forscher einen Rückgang von 70 Prozent. Parallel dazu betonen Experten im August 2026: Für den Schutz der Netzhaut bei Typ-2-Diabetes zählt neben stabilen Blutzuckerwerten vor allem die Vermeidung von Unterzuckerungen. Denn auch milde Hypoglykämien gefährden das Augengewebe. Hoffnung auch bei Makuladegeneration Auch bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) zeichnet sich ein Nutzen ab. Eine Studie in Diabetes, Obesity and Metabolism analysierte die Verläufe von über 157.000 adipösen Patienten ab 60 Jahren ohne Diabetes. Anzeige Die Angst vor Erblindung durch diabetische Retinopathie ist berechtigt – doch neue Studien zeigen: Bestimmte Diabetes-Medikamente können das Risiko für schwere Netzhautkomplikationen um bis zu 70 Prozent senken. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Guide, wie Sie Ihre Augen schützen und von diesen Erkenntnissen profitieren können. Jetzt kostenlosen Augen-Schutz-Guide anfordern Das Ergebnis: GLP-1-Präparate waren mit einem um 18 Prozent geringeren Risiko für AMD-Erkrankungen verbunden. Bei unspezifizierten Formen lag die Risikoreduktion sogar bei 30 Prozent. Einen signifikanten Effekt auf die feuchte AMD fanden die Forscher allerdings nicht. Als mögliche Erklärungen diskutieren Wissenschaftler neben dem Gewichtsverlust auch neuroprotektive Eigenschaften der Medikamentenklasse. Herz-Kreislauf und Infektionsschutz als Bonus Die Augeneffekte sind nicht die einzigen positiven Beobachtungen. Eine im BMJ veröffentlichte Kohortenstudie verglich Tirzepatid mit Sitagliptin bei Diabetespatienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach einem Jahr erlitten 2,9 Prozent der Tirzepatid-Gruppe schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse – in der Kontrollgruppe waren es 4,4 Prozent. Zudem zeigte sich ein bemerkenswerter Infektionsschutz: Krankenhauseinweisungen wegen Infektionen sanken um 36 Prozent, die Infektionsmortalität um 60 Prozent. Und noch ein Pluspunkt: Studien aus dem Sommer 2026 deuten darauf hin, dass GLP-1-Medikamente das Frakturrisiko bei Diabetespatienten über drei Jahre um rund 21 Prozent senken – besonders bei Wirbel- und Hüftbrüchen. KI erkennt Krankheiten per Netzhautscan Anzeige Sie haben Diabetes und sorgen sich um Ihre Augen? Aktuelle Studien zeigen: GLP-1-Medikamente wie Tirzepatid senken nicht nur den Blutzucker, sondern auch das Risiko für Makulaödeme und andere Netzhautschäden deutlich. Unser Ratgeber erklärt Ihnen, wie Sie diese Erkenntnisse für Ihre Vorsorge nutzen können. Ratgeber zu GLP-1 und Augenschutz jetzt sichern Neben der Therapie macht auch die Diagnostik Fortschritte. Das IQWiG bewertete die Fundusfotografie als Screening-Methode für diabetische Retinopathie als gleichwertig zur herkömmlichen Ophthalmoskopie – mit organisatorischen Vorteilen, da oft keine Pupillenerweiterung nötig ist. Bei 90 bis 95 Prozent der Untersuchten kann eine unauffällige Aufnahme weitere fachärztliche Abklärungen überflüssig machen. Noch einen Schritt weiter geht ein KI-System namens „Reti-Pioneer“, vorgestellt in Nature Medicine. Es identifiziert anhand von Netzhautaufnahmen innerhalb von 30 Sekunden Anzeichen für sechs Stoffwechsel- und Systemkrankheiten – darunter Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Osteoporose. In internationalen Kohorten validiert, erreichte das System bei der Diabetes-Vorhersage eine hohe statistische Genauigkeit.

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