Diamond League in Eugene Mihambo springt fast sieben Meter - Farken läuft Meilenrekord
Hayward Field, da war doch was? 2022 flog Malaika Mihambo im legendären Leichtathletik-Stadion in Eugene auf 7,12 m und zu ihrem zweiten WM-Gold nach Doha 2019.
Am Samstag beim Diamond-League-Meeting im US-Bundesstaat Oregon ging es für die 32-Jährige, die zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, nicht über die magische Sieben-Meter-Marke hinaus. Mit 6,92 m gelang Mihambo aber eine Saisonbestleistung, was allerdings nur zu Platz fünf reichte.
Mit Blick auf die Europameisterschaften in Birmingham (10. bis 16. August) wird sich die Olympiasiegerin von Tokio steigern müssen, will sie um ihre dritte EM-Goldmedaille mitspringen. Ihre ärgste Konkurrentin im europäischen Vergleich, die Italienerin Larissa Iapichino, sprang in Eugene 7,12 m italienischen Rekord und wurde Zweite.
Olympiasiegerin und Weltmeisterin Tara Davis-Woodhall (USA) kam einen Zentimeter weiter und feierte einen Heimsieg. Die Amerikanerin ist seit drei Jahren in der Diamond League ungeschlagen.
Farken über eine Meile nicht zu halten
Beim prestigeträchtigen Meilen-Rennen, dem letzten Event des Tages im Hayward Field, schlug dann die Stunde von Robert Farken. Der deutsche Meister über 1.500 m lief in dem hochklassig besetzten Feld ein tolles Rennen, kam als Siebter in 3:47,76 Minuten ins Ziel - deutscher Rekord über die selten gelaufene Strecke.
Den bisherigen Rekord von 3:48,83 Minuten hatte der 28-Jährige am 27. Juli des Vorjahres in Berlin aufgestellt. Der Australier Cameron Myers gewann in herausragenden 3:46,06 Minuten.
Krause und Meyer überzeugen über 3.000 m Hindernis
Die zweimalige Europameisterin Gesa Felicitas Krause lieferte bei ihrem Saisondebüt über 3.000 m Hindernis ein starkes Rennen ab, kam in 9:07,50 Minuten auf den sechsten Platz. Die Zeit reichte, um die EM-Norm zu knacken. Genau dahinter lief Lea Meyer in persönlicher Bestleistung (9:09,13) ins Ziel. In dieser Form dürften beide ein gehöriges Wörtchen mitreden im Kampf um die Medaillen bei der EM in Birmingham.
Dort möchte Krause neben einer Medaille auch ihre Bestzeit angreifen, sprich, deutschen Rekord laufen. Den hatte die 33-Jährige 2019 in Doha auf 9:03,30 Minuten geschraubt und WM-Bronze gewonnen.
Für einen Platz ganz vorne reichte es in Eugene nicht. Weltmeisterin Faith Cherotich (Kenia) gewann in 8:51,74 Minuten. Die ersten vier Läuferinnen kamen unter neun Minuten ins Ziel.
Kugel-Olympiasiegerin Mabry nur Fünfte
Yemisi Mabry musste nach ihrem vielversprechenden Diamond-League-Auftritt vor einer Woche in Paris, als sie mit 19,93 m an der 20-Meter-Marke gekratzt und einen starken zweiten Platz belegt hatte, einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Die 28 Jahre alte deutsche EM-Hoffnung kam in einem Weltklasse-Feld mit 19,61 m nur auf Platz fünf.
Vize-Weltmeisterin Chase Jackson holte sich bei ihrem Heimspiel mit 20,56 m den Sieg vor Weltmeisterin Jessica Schilder aus den Niederlanden (20,11).
Fotofinish beim 100-m-Showdown der Frauen
Sha'Carri Richardson jubelte schon, doch am Ende musste sich die Olympia-Zweite von Paris im US-Showdown über die 100 m mit 10,79 Sekunden nur mit Platz zwei begnügen. Im Fotofinish hatte Weltmeisterin Melissa Jefferson-Wooden mit Saisonbestleistung (10,78) die Nase vorn.
Britt stiehlt Hürden-Weltrekordler Tharp die Show
Über die mit Spannung erwarteten 100 m Hürden stahl Jamal Britt (USA) mit einem fulminanten Lauf seinem Landsmann und Weltrekordler Ja'Kobe Tharp die Show.
Britt sicherte sich mit 12,86 Sekunden (Meeting-Rekord und persönliche Bestleistung) den Sieg vor Tharp (12,91). Der 20-Jährige hatte am 10. Juni bei den NCAA-Meisterschaften in Eugene die weltweite Bestmarke auf sensationelle 12,75 Sekunden gesetzt.
Britt lieferte im Hayward Field nun die zweitschnellste Zeit des Jahres nach Tharps Husarenritt Anfang Juni ab und die fünftschnellste jemals gelaufene Zeit.