Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist so jung wie lange nicht mehr!
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Start ins WM-Jahr: Im kommenden Sommer wollen unsere Fußballerinnen den Titel in Brasilien holen. Dafür will Bundestrainer Christian Wück (53) jetzt „an den Details“ arbeiten. Weil zuletzt bei der EM und in der Nations League viel gegen europäische Mannschaften gespielt wurde, stehen nun Tests gegen Teams aus Übersee an. Am Freitagabend (20.30 Uhr/ZDF) geht es in Karlsruhe gegen Australien. Wahrscheinlich mit einer Startelf, die so jung ist wie lange nicht mehr.
Acht Spielerinnen sind 23 oder jünger
Als die DFB-Elf im Juni gegen Norwegen das WM-Ticket löste, hatte die Startelf ein Durchschnittsalter von 27,7 Jahren. Diesmal sollte der Wert deutlich darunter liegen. Im Tor macht Titanin Ann-Katrin Berger (35) eine Pause, weil ihr US-Team New York um die Play-offs kämpft. Dafür kommt Bayern-Keeperin Ena Mahmutovic (22) in den Kasten.
Von den Stürmerinnen hatte nur US-Legionärin Melissa Kössler (26) zuletzt viel Spielzeit. Auch sie liegt unter dem letzten Altersschnitt. Und dann drängen noch die ganz jungen Spielerinnen auf Einsätze. Wie Außenbahn-Dribblerin Lisa Baum (19), die auf Anhieb bei Englands Vizemeister FC Arsenal Stammspielerin ist.
Mit Abwehr-Ass Camilla Küver (23), den Außenbahn-Turbos Franziska Kett (21) und Carlotta Wamser (22), Spielmacherin Jule Brand (23) sowie den Offensiven Larissa Mühlhaus (23) und Cora Zicai (21) hat der Coach zusammen mit Mahmutovic und Baum gleich ein halbes Dutzend U23-Spielerinnen dabei. Bringt Wück alle, könnte der Altersschnitt auf dem Platz auf 23,2 Jahre sinken.
Wück macht sich Nachwuchs-Sorgen
Wück und das junge Glück. Und dennoch macht sich der Bundestrainer Sorgen um den deutschen Nachwuchs. „Es gibt etwas, das mir Kopfzerbrechen bereitet. Manchmal sitze ich in Bundesliga-Stadien und schaue Spiele, in denen nur drei, vier deutsche Spielerinnen auf dem Rasen stehen“, sagt Wück. Die Vereine setzen oft auf Spielerinnen aus dem Ausland – weil die häufig günstiger sind und mangels Alternativen. Der Bundestrainer appelliert: „Wir müssen die Talentförderung so hinbekommen, dass junge deutsche Spielerinnen gut genug sind, um von den Klubs aufgestellt zu werden.“
Immerhin hat er einige Top-Talente wie Mahmutovic, Baum, Wamser und Co., die sich zunächst gegen Australien und am kommenden Dienstag in Bremen gegen Japan beweisen können.