Die Donau gibt ihre Toten zurück
Es lohnt sich, den Schlamm im leeren Flussbett zu deuten. In ihm liegen nicht nur versunkene Schiffe oder Mammutknochen, sondern auch die Erkenntnis: Europas großer Strom ist so viel mehr als ein Wirtschaftsraum. Donau Die Donau gibt ihre Toten zurück Es lohnt sich, den Schlamm im leeren Flussbett zu deuten. In ihm liegen nicht nur versunkene Schiffe oder Mammutknochen, sondern auch die Erkenntnis: Europas großer Strom ist so viel mehr als ein Wirtschaftsraum. Von Gerhard Matzig In Budapest wurden ein deutsches Motorrad der Wehrmacht und die Überreste von zwei Soldaten sichtbar durch das Niedrigwasser der Donau. In Szob, ebenfalls in Ungarn, gab der Fluss einen vor 13 Jahren als gestohlen gemeldeten Opel Corsa frei. Offenbar wird die wasserarme Donau im Bann der Hitzewellen und Dürreperioden, also auch infolge des Klimawandels, zur „Asservatenkammer der Geschichte“ (Welt). © SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.