DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,67 % 53.984,34 Pkt 19:06:18 S&P 500 +0,29 % 7.746,29 Pkt 19:06:19 Nasdaq +0,93 % 26.607,48 Pkt 19:06:17 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +3,50 % 4.390,50 USD 18:56:10 Silber +3,15 % 63,38 USD 18:56:13 Brent +1,24 % 83,51 USD 18:56:08 WTI +1,22 % 78,23 USD 18:56:15 Bitcoin +0,71 % 64.718,67 USD 19:06:13 EUR/USD +0,05 % 1,15630 USD 19:05:57 EUR/GBP -0,17 % 0,85650 GBP 19:06:18 EUR/CHF +0,14 % 0,93360 CHF 19:06:19 EUR/JPY -0,05 % 182,043 JPY 19:06:08

Die drei gefährlichsten Banking

Technologie

Smartphone raus, Banking-App auf – und plötzlich ist das Konto leer. Was wie ein Albtraum klingt, passiert immer häufiger. Der Grund: moderne Android-Trojaner, die nicht mehr nur Passwörter klauen, sondern Smartphones komplett übernehmen und Überweisungen selbst ausführen. COMPUTER BILD zeigt die aktuell gefährlichsten Banking-Schädlinge – und wie sie arbeiten. Anatsa (auch TeaBot): Der Play-Store-Trojaner Anatsa gehört zu den aktivsten Banking-Trojanern in Europa – auch in Deutschland. Besonders perfide: Die Malware schafft es immer wieder in den Google Play Store. Dort tarnt sie sich als harmlose App, etwa als PDF-Reader, QR-Scanner oder Tuning-App. Nach der Installation fordert die App Zugriff auf sogenannte Bedienungshilfen (Accessibility). Gibt der Nutzer diese frei, hat Anatsa freie Bahn und macht sich ans Werk. Durch Anatsa gestohlene Daten wurden in die Niederlande, nach Frankreich, Großbritannien und die Ukraine geschickt. Das kann Anatsa: Greift weltweit 407 Banking-Apps an. Legt ein gefälschtes Log-in-Fenster über Banking-Apps. Liest TANs und SMS mit. Greift PayPal und Bankkonten an. Zeichnet Eingaben auf. Ziel des Trojaners: Zugangsdaten stehlen und Transaktionen umleiten. Crocodilus: Der Smartphone-Übernehmer Crocodilus ist einer der modernsten Banking-Trojaner überhaupt. Er geht noch einen Schritt weiter: Statt nur Daten abzugreifen, übernimmt er das komplette Smartphone und führt heimtückische Blackscreen-Attacken durch. Typischer Ablauf: Nutzer installiert scheinbar harmlose App. Trojaner fordert Accessibility-Rechte an. Bildschirm wird schwarz – als ob das Handy abgestürzt ist. Angreifer steuert das Gerät aus der Ferne – und führt Überweisungen selbst aus Das kann Crocodilus: Live-Zugriff auf das Smartphone ermöglichen. Banking-Apps fernsteuern. Krypto-Wallets angreifen. Sicherheitsmechanismen umgehen. Ziel des Trojaners: komplette Kontrolle, Konten heimlich plündern. Hook: Der Alleskönner Hook ist der Nachfolger klassischer Banking-Trojaner – deutlich mächtiger und flexibler. Von Hook gestohlene Daten wurden nach Russland geschickt. Das kann Hook: Greift weltweit 600 Banking-Apps an. SMS und TANs abfangen und verstecken. Zwei-Faktor-Authentifizierung umgehen und Sicherheitsabfragen aushebeln. Dateien und Kontakte auslesen. Fernsteuerung des Geräts. Ziel des Trojaners: vollständige Kontoübernahme. So arbeiten die Täter Die Hintermänner sitzen meist in professionell organisierten Cybercrime-Netzwerken. Viele dieser Trojaner werden sogar als "Malware-as-a-Service" angeboten. Das heißt: Kriminelle können sie mieten und ohne technische Kenntnisse Angriffe mit der Malware starten. Die Server der Trojaner stehen fast immer im Ausland und laufen über eine verschleierte Infrastruktur. Es gibt ständig neue Versionen, da die Hintermänner die Apps anpassen, um der Erkennung durch Antivirenprogramme zu entgehen. Warum sind die Rechte für die Bedienungshilfen so kritisch? Diese Rechte sind eigentlich für Menschen gedacht, die Schwierigkeiten damit haben, das Smartphone auf die herkömmliche Weise zu bedienen. Sie ermöglichen: Bildschirminhalte auszulesen (inklusive Banking-Apps), Texteingaben mitzulesen (Passwörter, IBAN, TAN), Buttons automatisch zu klicken, Apps zu öffnen oder zu schließen, Gesten auszuführen (Scrollen, Tippen) und Overlays einzublenden (etwa über die Felder für Zugangsdaten oder IBANs). Moderne Banking-Trojaner können mit diesen Rechten komplette Überweisungen ohne das Zutun der Besitzer der Geräte durchführen. So schützen Sie sich Mit diesen Tipps reduzieren Sie das Risiko, auf Banking-Trojaner hereinzufallen: Installieren Sie Apps nur aus dem offiziellen Store – und prüfen Sie den Entwickler. Geben Sie keine Accessibility-Rechte, wenn es nicht zwingend nötig ist. Misstrauen Sie Apps, die viele Berechtigungen verlangen. Öffnen Sie keine App-Links aus SMS oder WhatsApp. Löschen Sie verdächtige Apps sofort.

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