DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +3,76 % 4.401,30 USD 22:59:55 Silber +3,84 % 63,80 USD 22:59:56 Brent -0,27 % 82,27 USD 22:59:58 WTI -0,27 % 77,08 USD 22:59:59 Bitcoin +0,03 % 64.904,60 USD 03:17:59 EUR/USD +0,04 % 1,15620 USD 23:29:57 EUR/GBP -0,15 % 0,85670 GBP 23:29:57 EUR/CHF +0,13 % 0,93350 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,13 % 182,378 JPY 23:29:57

Die erfolgreichste Währung der Welt hängt die Konkurrenz ab

Wirtschaft

An den internationalen Devisenmärkten hat sich im dritten Quartal eine bemerkenswerte Dynamik entwickelt. Der südkoreanische Won hat seit Anfang Juli um rund 8,8 Prozent gegenüber dem US-Dollar zugelegt und verzeichnete in der Spitze sogar Aufschläge von über neun Prozent. Damit ist die ostasiatische Landeswährung das mit Abstand stärkste Zahlungsmittel weltweit im Vergleich zu den führenden G20- und Handelskreditwährungen in diesem Zeitraum. Der Wechselkurs kletterte zeitweise auf den höchsten Stand seit fast zehn Monaten und näherte sich der Marke von 1.414 Won je Dollar. Angetrieben wird dieser enorme Anstieg vor allem durch massive Kapitalimporte und Währungsumschichtungen großer südkoreanischer Konzerne, die ihre Dollar-Gewinne in Won umtauschten. Herausragender Katalysator war die US-Börsennotierung des Halbleitergiganten SK Hynix im Umfang von 26,5 Milliarden US-Dollar. Die schiere Masse an Dollar-Einnahmen aus dem IPO, die für Investitionsprojekte im Heimatland in Won transferiert wurden, erzeugte einen enormen Kaufdruck zugunsten der Landeswährung. Zudem nutzten südkoreanische Exportunternehmen die günstigen Kurse zu Monatsbeginn, um aufgestaute Dollar-Reserven im großen Stil abzustoßen. Flankiert wurde diese Entwicklung durch abgestimmte Devisenmarktinterventionen der nationalen Währungsbehörden, die durch gezielte Dollar-Verkäufe dem Won zusätzlichen Rückenwind verleihen. Der aktuelle Höhenflug ist umso erstaunlicher, wenn man den Blick auf die ersten sechs Monate des Jahres richtet. Im ersten Halbjahr gehörte der Won noch zu den am schlechtesten performenden Währungen Asiens und verlor rund sieben Prozent an Wert. Ursächlich dafür war primär die drückende Zinsdifferenz zur US-Notenbank Federal Reserve, deren hohes Zinsniveau dazu führte, dass Kapital aus Südkorea in dollarbasierte Staatsanleihen abfloss. Auch heimische Privatanleger und Institutionen schichteten in großem Umfang Kapital in US-Tech-Aktien um. Erschwerend kam hinzu, dass südkoreanische Konzerne ihre Devisengewinne aus Sorge vor weiteren Won-Verlusten vorerst im Ausland beließen. Zusammen mit geopolitischen Spannungen und hohen Importpreisen für fossile Energieträger geriet die Handelsbilanz Südkoreas spürbar unter Druck, was die Währung monatelang lähmte. Erst die Kombination aus gigantischen Tech-Zuflüssen und einer entschlossenen Reaktion der Geldpolitik leitete die abrupte Kehrtwende ein. Exklusiv für wallstreetONLINE UserEröffnen Sie bis zum 31.08.2026 ein Depot bei Smartbroker+ und erhalten Sie einen Anteil Ihrer Lieblingsaktie in unserer Auswahl im Wert von 50 Euro. Die Aussichten für den südkoreanischen Won bleiben auch für das verbleibende Jahr äußerst vielversprechend. Einen entscheidenden Impuls setzte die Bank of Korea mit ihrer Zinserhöhung Mitte Juli von 2,50 auf 2,75 Prozent. Dieser Schritt markierte die erste Zinsanhebung seit über drei Jahren und verringerte den Renditeabstand zu den Vereinigten Staaten spürbar. Notenbankchef Shin Hyun-song untermauerte den Kurs mit deutlichen Worten und stellte klar, dass der straffe geldpolitische Kurs vorerst fortgesetzt wird, um den hartnäckigen Inflationsdruck zu bekämpfen und den Boom am Immobilienmarkt im Großraum Seoul einzudämmen. Finanzexperten und Bankanalysten rechnen zwar kurzfristig mit einer Konsolidierung der Währung in einer Spanne zwischen 1.410 und 1.440 Won je US-Dollar, erwarten im vierten Quartal jedoch mindestens einen weiteren Zinsschritt auf 3,00 Prozent. Getragen von der globalen Sonderkonjunktur im Halbleiter- und KI-Segment sowie dem anhaltenden Zinserhöhungstrend der Notenbank stehen die Zeichen gut, dass die stärkste Währung des dritten Quartals ihren Aufwärtstrend weiter fortsetzen wird. Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion Achtung, Korrektur! 5 Werte vor dem Abgrund

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren