DAX +0,70 % 26.323,88 Pkt 18:00:00 MDAX -0,55 % 32.251,14 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,18 % 6.535,62 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,17 % 53.975,98 Pkt 22:40:36 S&P 500 +0,56 % 7.753,11 Pkt 22:38:36 Nasdaq +0,98 % 26.605,36 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +0,81 % 4.455,30 USD 03:03:43 Silber +0,69 % 65,73 USD 03:03:43 Brent -0,15 % 87,59 USD 03:03:31 WTI -0,11 % 82,04 USD 03:03:46 Bitcoin +0,16 % 64.013,39 USD 03:13:44 EUR/USD -0,06 % 1,15490 USD 03:13:24 EUR/GBP -0,23 % 0,85460 GBP 03:13:46 EUR/CHF +0,11 % 0,93490 CHF 03:13:48 EUR/JPY +0,69 % 183,722 JPY 03:13:47

Die großen Fragen der Menschheit (4): Sind wir zum Krieg verdammt?

Wissenschaft

Die Nobelpreise werden für Entdeckungen und geistige Leistungen verliehen, die der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben. Ob eine wissenschaftliche Innovation der Menschheit aber wirklich Gutes bringt, liegt daran, wie sie eingesetzt wird: Als im August 1945 die beiden amerikanische Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki fallen, weiß der deutsche Chemiker Otto Hahn, dass seine Forschung die Grundlage dafür geschaffen hat. Gemeinsam mit Fritz Straßmann und Lise Meitner hatte er die Uran-Spaltung entdeckt. Zehn Jahre später initiiert Otto Hahn – mit Max Born und Werner Heisenberg – die erste große Erklärung von Wissenschaftlern gegen den Einsatz von Atomwaffen. Verlesen wird sie auf der Bodensee-Insel Mainau, im Schlossgarten des Grafen Bernadotte, wo traditionell der Abschluss der Lindauer Tagung stattfindet. Lindau ist seitdem ein Ort, an dem sich Naturwissenschaftler über die Chancen und Gefahren ihrer Forschung austauschen, Appelle formulieren und das Gespräch mit der Politik suchen. Unter dem Stichwort „Dual Use“ ist die Ambivalenz der wissenschaftlichen Forschung mittlerweile zu einem zentralen Thema geworden. Was zum Wohl der Menschheit dient, kann auch gegen sie verwendet werden. Es sind aber heute nicht mehr nur die Menschen selbst, von der eine Gefahr ausgeht, sondern auch die von Ihnen entwickelte Denkmaschine, die Künstliche Intelligenz. Doch nicht nur Wissenschaftler, auch Friedensnobelpreisträger waren immer wieder in Lindau, haben Impulse gesetzt und die Wissenschaft in die Pflicht genommen. Albert Schweitzer (1954) und Willy Brandt (1972) zum Beispiel. Zum 75. Jubiläum der Tagung waren mehrere Kämpfer für den Frieden vor Ort. In dieser Folge sind drei von Ihnen zu hören: Der belarussische Menschenrechtsaktivist Ales Bjaljatzki, der von seiner Zeit im Gefängnis erzählt. Der ehemalige EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der den Preis stellvertretend für alle EU-Bürger entgegen genommen hat, und die politische Bedeutung des Einzelnen betont. Und David Beasley, der ehemalige Direktor des World Food Programme, dem es sogar gelungen ist, von US-Präsident Donald Trump Rekordsummen für das WFP einzuwerben. Außerdem spricht Simon Strauß mit der jungen nigerianischen Bioingenieurin Moyinoluwa Akintunde. Die Nachwuchswissenschaftlerin forscht dazu, wie Bakterien dabei helfen können, die Plastikverschmutzung zu bewältigen. Und sie hat eine klare Meinung dazu, wie ihr von inneren Konflikten zerrissenes Heimatland zu Frieden finden kann. Nicht auf alle großen Fragen der Menschheit gibt uns die Wissenschaft eine Antwort. Manchmal braucht es außer Kreativität und einem scharfen Verstand auch Mut und Verhandlungsgeschick, um die Fragen der Zeit angemessen zu beantworten. Co-Host: Joachim Müller-Jung Produktion Co-Autoren & Redaktion: Pia Heinemann, Piotr Heller und Andreas Krobok Koordination & Recherche: Max Stange Aufnahmen, Musik & Sounddesign: Niklas Kleber Schnitt: Kevin Gremmel, David Brucklacher, Lena Katharina Barozzi Dramaturgie & Regie: Michael Götz Voiceover: Kevin Gremmel, Michael Götz, Felix Hofmann, Andreas Krobok, Kati Schneider Besonderer Dank geht an Birgit Schardt, Thomas Gruber, Daniela Thiel und das Kuratorium für die Lindauer Nobelpreisträgertagungen sowie an das Museum Cavazzen in Lindau Hören Sie unsere exklusiven Podcast-Folgen auf Apple Podcasts, FAZ.NET oder in der FAZ-App, und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel: Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 1 € im Monat – hier geht’s zum Angebot. Schreiben Sie uns bitte Ihre Fragen, Anmerkungen und Meinungen an: podcast@faz.de. Oder senden Sie uns eine Sprach- oder Textnachricht unter 0172-7782384.Alle unsere Podcasts finden Sie hier.

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