Die größten Formel-1-Flops: Diese 15 Rennwagen wurden zum Desaster
(Motorsport-Total.com) - Nicht jeder Formel-1-Rennwagen wird zum Erfolg. Manche Autos enttäuschen trotz großer Erwartungen, andere scheitern an revolutionären technischen Konzepten. Und einige schaffen es nicht einmal bis an die Startlinie: Die Geschichte der Formel 1 ist voll von solchen Fehlkonstruktionen - und unsere Fotostrecke zeigt eine Auswahl.
Ein besonders kurioses Beispiel ist der McLaren-Mercedes MP4-18 aus der Saison 2003: Star-Designer Adrian Newey hatte einen radikalen Rennwagen entwickelt, mit dem McLaren den WM-Titel anpeilte. Doch bei den Testfahrten traten immer wieder technische Probleme auf. Der geplante Renneinsatz wurde mehrfach verschoben und schließlich ganz abgesagt.
Das Bemerkenswerte daran: McLaren kämpfte trotzdem um die Weltmeisterschaft. Kimi Räikkönen fuhr im weiterentwickelten Vorjahresmodell MP4-17D bis zum Saisonfinale gegen Ferrari-Star Michael Schumacher um den Titel. Der eigentlich vorgesehene neue MP4-18 kam dagegen nie bei einem Grand Prix zum Einsatz.
Vom Weltmeister zum Hinterbänkler
Viel dramatischer verlief die Saison 1980 für Ferrari: Ein Jahr zuvor hatte die Scuderia mit dem 312 T4 sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteurs-WM gewonnen. Doch der Nachfolger, der Ferrari 312 T5, erwies sich als Fehlkonstruktion.
Vor allem der breite Zwölfzylinder-Antrieb erschwerte die Umsetzung einer konkurrenzfähigen Ground-Effect-Aerodynamik, die damals immer wichtiger wurde. Titelverteidiger Jody Scheckter und sein Ferrari-Teamkollege Gilles Villeneuve kämpften plötzlich im hinteren Feld: Ferrari gelang 1980 kein Podestplatz, in der Konstrukteurswertung stürzte das Team auf Rang zehn ab.
Ein Formel-1-Abenteuer für nur ein Wochenende
Dass es noch schlimmer kommen kann, bewies Lola im Jahr 1997: Das britische Team hatte seinen Formel-1-Einstieg ursprünglich erst für 1998 geplant, zog sein Debüt aber kurzfristig auf 1997 vor. Entsprechend unausgereift war der Lola T97/30, mit dem Vincenzo Sospiri und Ricardo Rosset beim Saisonauftakt in Australien zur Qualifikation antraten.
Das Ergebnis war verheerend: Beide Fahrer verpassten die Qualifikation deutlich, weil ihre Rundenzeiten außerhalb der vorgeschriebenen 107-Prozent-Grenze lagen. Noch vor dem zweiten Saisonrennen war das Projekt gescheitert: Der Lola T97/30 bestritt keinen einzigen Grand Prix.
Doch diese drei Autos sind längst nicht die einzigen spektakulären Fehlschläge der Formel-1-Geschichte: Auch Mercedes, Williams und Honda entwickelten Rennwagen, die den großen Erwartungen nicht gerecht wurden.