Die Gründe für den Höhenflug von Kickers Offenbach
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1. Die Ruhe von Trainer Mark Zimmermann
Angefangen bei Mark Zimmermann. Der gebürtige Thüringer hatte den OFC Mitte März als Cheftrainer übernommen. Seine ruhige und überlegte Art gefällt nicht nur den Fans gut, sondern scheint der Mannschaft aktuell Halt zu geben. Dabei ist es auch nicht verwunderlich, dass Zimmermann selbst aktuell eher auf die Euphorie-Bremse tritt. Von "Serie" möchte er noch nicht sprechen, ein erstes Fazit erst nach vier bis fünf Spielen ziehen.
Genau so wenig möchte Zimmermann auf die beinahe schon katastrophale vergangene Saison zurückblicken, bei der der OFC fast in die Hessenliga abgestiegen wäre. "Ich will auch nicht permanent darüber reden, was letztes Jahr war - bla, bla, bla - es geht um die Reaktion danach", sagte der 52-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem 3:1-Sieg am Samstag gegen die Zweitvertretung des FSV Mainz 05. Zimmermann ging es hierbei um die nötige Spielcleverness, um so eine Partie wie gegen Mainz auch zu Null zu Ende zu bringen, und schob zudem hinterher: "Ich will jetzt aber auch nicht das Haar in der Suppe suchen."
2. Die Neuzugänge zünden
Das Salz in der Suppe sind dagegen die Neuzugänge der Kickers. Sie haben sechs der bislang sieben erzielten Tore geschossen, was auf den zweiten Blick aber nicht weiter verwunderlich ist, denn die Kickers haben bei ihrem XL-Umbruch in der Sommerpause insbesondere die Offensive neu aufgestellt: Mit dem 22 Jahre alten Benedikt von Hagen, dem 19 Jahre alten Jan Becker und dem 23 Jahre alten Maximilian Schmid sind junge, hungrige Akteure nach Offenbach gekommen.
Diese zeichnen sich aktuell nicht nur durch ihre Torgefährlichkeit aus, sondern auch durch eine hohe Laufbereitschaft. Womit wir beim dritten Grund für den guten Start der Kickers sind: der Kondition.
3. Der Ex-Fallschirmjäger sorgt für fitte Kicker(s)
Denn die Verantwortlichen der Kickers haben im Winter mit dem in Offenbach altbekannten Bastian Kliem wieder einen Athletiktrainer installiert. Während der OFC in der vergangenen Saison auffällig viele Spiele in den Schlussminuten aus der Hand gegeben hat, läuft es jetzt anders. Kliem hatte gegenüber der Offenbach-Post schon vor der Sommervorbereitung angekündigt, dass diese "hässlich" wird und ist der Überzeugung: "Was man im Sommer erarbeitet, trägt einen durch die ganze Saison."
Der Athletiktrainer und ehemalige Fallschirmjäger der Bundeswehr arbeitet fast täglich mit der Mannschaft zusammen, wird als "zugänglich" und "professionell" beschrieben. Seine Arbeit trägt Früchte und führt die Kickers - so werden sie beim Traditionsklub in Offenbach hoffen - zu weiteren Bestmarken.
Weiter geht es für den OFC am heutigen Freitag (19 Uhr) mit einem Heimspiel am Bieberer Berg gegen die Zweitvertretung von Kaiserslautern.