„Die haben Ferat auseinandergenommen“: Issa Rammo nimmt Berliner Linken
Nach Vorwürfen gegen den Neuköllner Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak, nach denen er Kontakte zu potenziellen Clankriminellen der Rammo-Familie pflegte, hat sich deren Oberhaupt Issa Rammo erneut geäußert. „Die haben Ferat auseinandergenommen, was soll er machen? Natürlich kennt er mich. Er ist ein seriöser Mensch und sehr höflich“, sagte Rammo der „Welt“.
Rammo erklärte dem Bericht zufolge, er habe bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus die Linke gewählt – nach Tagesspiegel-Informationen war er aber bis vor Kurzem kein deutscher Staatsbürger und somit nicht wahlberechtigt. Unklar ist, ob Rammo die Staatsbürgerschaft inzwischen besitzt. Dennoch kann die Aussage des Clan-Bosses als Unterstützung für die Linke aufgefasst werden.
Weiter sagte Rammo, er sei gegen Antisemitismus und Terror. „Ich hätte die Partei nicht gewählt, wenn sie gegen Juden wäre“, wird er zitiert. Er sei gegen den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 und liebe Juden. Auch in seinen Adern laufe „jüdisches Blut“.
Langfristig wolle er selbst in die Politik gehen. Rammo wolle Drogenhändler aus dem Görlitzer Park vertreiben und für mehr Sauberkeit in Berlin sorgen. Dafür habe er bereits 300 Besen gekauft, sagte er „Welt“.
Wie ernst diese Aussage gemeint ist, bleibt offen – Rammo weiß nämlich, wie er mediale Aufmerksamkeit erzeugt. Das Clanoberhaupt hatte sich bereits gegenüber „Spiegel TV“ zu seinem Besuch bei der Linken geäußert und gesagt: „Ich habe ein bildhübsche (sic!) Mädchen da gesehen und ich will sie klarmachen.“
Rammo war am Wahlabend bei der Wahlparty der Linken in Neukölln. Dort wurde er mit Ibrahim Ibrahim gesehen, der als führender Unterstützer der links-säkularen Terrororganisation „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (PFLP) in Deutschland gilt.