DAX +0,39 % 25.460,48 Pkt 18:00:00 MDAX +0,43 % 32.243,82 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,65 % 6.248,84 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,18 % 51.594,14 Pkt 23:12:38 S&P 500 -1,31 % 7.316,15 Pkt 23:12:40 Nasdaq -1,96 % 24.442,94 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,24 % 61.583,91 Pkt 02:44:10 Gold +2,18 % 4.124,20 USD 02:49:13 Silber +1,46 % 58,14 USD 02:49:00 Brent +7,18 % 90,13 USD 02:39:46 WTI +6,40 % 84,33 USD 02:49:12 Bitcoin -0,53 % 63.567,11 USD 02:59:15 EUR/USD +0,65 % 1,14610 USD 02:58:21 EUR/GBP +0,12 % 0,85790 GBP 02:59:15 EUR/CHF +0,04 % 0,93340 CHF 02:59:14 EUR/JPY +0,40 % 187,313 JPY 02:59:15

Die KI-Blase fordert ihr nächstes Opfer!

Technologie

Hohe Unternehmensbewertungen, wachsende Zweifel an der Nachhaltigkeit der geplanten Investitionsausgaben und eine Rotation in Software-Titel haben bei Werten wie Micron, SanDisk und SK Hynix für hohe Verluste gesorgt. Betroffen waren aber auch Cloud-Anbieter wie CoreWeave, Nebius und Oracle sowie die dahinter stehende Zulieferindustrie. So hat beispielsweise Vertiv, das Kühlsysteme, Lösungen für die Energieversorgung und Überwachungstools für den Betrieb von Rechenzentren liefert, gegenüber seinen Rekordnotierungen knapp 30 Prozent an Wert verloren – und am Mittwoch kommt es sogar noch schlimmer. Die Aktie verliert nach verfehlten Umsatzerwartungen zweistellig an Wert. ... am Mittwoch trifft es nach verfehlten Umsatzerwartungen Vertiv! Gegenüber dem Vorjahresquartal konnte sich Vertiv beim Umsatz zwar um 23,9 Prozent auf 3,27 Milliarden US-Dollar steigern, doch die Erwartungen der Analystinnen und Analysten wurden damit um 110 Millionen US-Dollar verfehlt. Während sich das Unternehmen auf dem amerikanischen Doppelkontinent und im Asien-Pazifik-Raum um jeweils fast 30 Prozent steigern konnte, fiel das Wachstum in Europa und dem Mittleren Osten mit einem Plus von 1,7 Prozent enttäuschend aus – das ist für Vertiv nicht unerheblich, da hier die regional zweithöchsten Margen erzielt werden. Nettogewinn explodiert trotzdem um 47,2 Prozent Auf der Ertragsseite konnten die Erwartungen hingegen übertroffen werden, der Konzern legte mit 1,52 US-Dollar pro Aktie einen um 9 Cent über den Schätzungen liegenden Gewinn vor. Im Vorjahresquartal hatte der Gewinn pro Aktie bei 0,95 US-Dollar gelegen, Vertiv ist also eine deutliche Steigerung gelungen. Die hat sich auch unter dem Strich gezeigt: Der operative Ertrag kletterte um 44 Prozent und landete bei 637,9 Millionen US-Dollar. Der auf die Anteilseignerinnen und -eigner entfallende Nettoertrag landete bei 620,0 Millionen US-Dollar und damit um rund 200 Millionen US-Dollar oder um 47,2 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Unternehmensprognose zufriedenstellend, aber nicht begeisternd Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres stellte das Management Erlöse in Höhe von 14,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht gegenüber einer Erwartung von 13,88 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll sich auf 6,65 bis 6,75 US-Dollar verlaufen – eine Spanne deutlich über der Schätzung von 6,48 US-Dollar je Anteil. Davon sollen im kommenden Quartal Umsätze im Wert von 3,65 bis 3,85 Milliarden US-Dollar erzielt und ein Gewinn pro Aktie von 1,77 bis 1,83 US-Dollar erwirtschaftet werden. Beide Werte lagen jeweils knapp über den Expertenschätzungen. In der Pressemitteilung bekräftigte das Unternehmen den anhaltenden Rückenwind aus dem Geschäft mit Rechenzentren. Anleger kennen keine Gnade, Aktie fällt zweistellig Die grundsätzlich den Erwartungen entsprechende Guidance konnte Anlegerinnen und Anleger nicht über die deutlich verfehlte Umsatzerwartung hinwegtrösten. Eine Aktie auf dem Bewertungsniveau von Vertiv duldet keine Enttäuschungen, dementsprechend brach das Papier noch in der US-Vorbörse zweistellig ein. In der Spitze waren Verluste von 13 Prozent zu verzeichnen. Sollten diese am Mittwoch anhalten, bringt das die technisch ohnehin angeschlagene Aktie in noch größere Gefahr, da die wichtige 200-Tage-Linie unterschritten wird, was die Top-Bildung der vergangenen Wochen in eine dauerhafte Trendwende münden lassen könnte. Fazit: Hohe Bewertungen dulden nicht den kleinsten Fehler Der Ausrüster von Rechenzentren ist zwar ein klarer KI-Profiteur, wie die am Mittwoch vorgelegten Quartalszahlen angesichts des hohen Umsatz- und Gewinnwachstums gezeigt haben, doch die bereits in den vergangenen Jahren großzügig gewährten Kursgewinne, welche der Geschäftsentwicklung weit vorausgeeilt sind, duldeten keine Fehler. Genau einen solchen hat sich Vertiv mit den verfehlten Umsatzerwartungen geleistet. Selbst nach dem Absturz der zurückliegenden Wochen ist Vertiv keine günstige Aktie. Für 2026 steht noch immer ein KGVe von 41,6 zu Buche, selbst für 2027 ist das Unternehmen mit mehr als dem 30-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet, während das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis über 1,0 liegt. Das zeigt, dass ein Großteil des zukünftigen Wachstums bereits eingepreist ist. Auch bei anderen Kennziffern handelt Vertiv mit hohen Vielfachen. Das bringt der Aktie für ihre Bewertung beim Börseninformationsportal SeekingAlpha die Schulnote 6 ein. Dementsprechend ist Vertiv auch nach dem Earnings-Absturz kein Kauf. Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion Die Vertiv Holdings Registered (A) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -14,01 % und einem Kurs von 203,5EUR auf Tradegate (29. Juli 2026, 13:31 Uhr) gehandelt.

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