Die Macht der Atmung - So wirkt sie auf Körper und Psyche
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Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:
Wir atmen rund um die Uhr, meistens ohne darüber nachzudenken. Etwa 20.000 Mal am Tag nimmt unser Körper Sauerstoff auf und gibt Kohlendioxid ab. Gesteuert wird die Atmung vom Atemzentrum im Hirnstamm, das unter anderem auf Veränderungen des Kohlendioxidgehalts im Blut reagiert. So passt der Körper die Atmung fortlaufend an seinen Bedarf an.
Doch Atmen ist mehr als ein lebensnotwendiger Reflex. Es beeinflusst auch unser Nervensystem und damit, wie aktiviert oder entspannt wir uns fühlen. Die Psychologin und Psychotherapeutin Isabel Dziobek, Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin, beschäftigt sich mit der Frage, wie unterschiedliche Atemtechniken auf Körper und Psyche wirken.
Wie Atmung und Nervensystem zusammenspielen
Die Atmung ist eng mit dem Herzschlag und dem vegetativen Nervensystem verbunden. Beim Einatmen beschleunigt sich der Herzschlag leicht, beim Ausatmen wird er unter anderem über den Vagusnerv gebremst. Während der Sympathikus den Körper aktiviert, unterstützt der Parasympathikus Ruhe und Erholung.
Diese Verbindung erklärt, warum sich die Atemweise auf unser Befinden auswirken kann. Eine bewusste Veränderung des Atemrhythmus bietet damit eine Möglichkeit, auf körperliche Anspannung zu reagieren.
Wie schnelle Atmung das Bewusstsein verändert
Während langsames Atmen beruhigend wirken kann, kann eine über längere Zeit beschleunigte Atmung ungewöhnliche Bewusstseinszustände hervorrufen. Manche Menschen berichten von intensiven Gefühlen, einem stärkeren Verbundenheitsgefühl oder sogar Glückseligkeit. Warum diese Erfahrungen entstehen, ist noch nicht abschließend geklärt. Eine mögliche Erklärung sind Veränderungen der Gehirndurchblutung durch die starke Überventilation.
Ob solche Erlebnisse das psychische Wohlbefinden langfristig verbessern, ist allerdings unklar. In einer Studie mit 90 Personen führten sechswöchige Atemsitzungen nicht automatisch zu weniger depressiven Symptomen oder zu einem gesteigerten Wohlbefinden.
Zudem ist schnelle Atmung nicht risikofrei: Sie kann Schwindel, Krämpfe und Kopf- oder Nackenschmerzen auslösen. Bei bestimmten neurologischen und psychischen Erkrankungen ist besondere Vorsicht geboten. Intensive Atemtechniken sollten deshalb nicht ohne fachkundige Begleitung durchgeführt werden.
Welche Atemtechnik bei Stress hilft
Für akute Stresssituationen empfiehlt sich langsames Atmen mit verlängerter Ausatmung. Dafür bequem hinsetzen, durch die Nase einatmen und anschließend länger ausatmen.
Ein möglicher Rhythmus: vier Sekunden einatmen und sechs Sekunden ausatmen. Wer sich damit wohlfühlt, kann die Ausatmung auf acht Sekunden verlängern. Wichtig ist, dass die Atmung angenehm bleibt und nicht erzwungen wird. Schon wenige bewusste Atemzüge können helfen, die Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper zu lenken und Anspannung zu reduzieren.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.
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