Die Psychologin in „Frau ohne Namen“ kennt ihr aus einer ARD-Kultreihe
Eine Frau tötet ihren Angreifer und behauptet nicht einmal, sich verteidigt zu haben. Für die Hamburger Polizei scheint der Fall zunächst eindeutig. Doch die Psychologin Dr. Marlene Nielsen hat Zweifel. Sie soll herausfinden, wer die „Frau ohne Namen“ ist. Diese besitzt keine Ausweispapiere und weigert sich, über das Geschehen zu sprechen.
Obwohl eine Videoaufnahme der Messerattacke existiert, kann sich Nielsen mit der vermeintlichen Notwehr nicht zufriedengeben. Ihre Nachforschungen führen sie auf eine Spur, die den Fall in einem anderen Licht erscheinen lässt.
Diese Psychologin liest Menschen an ihren Gesichtern
Nielsen, gespielt von Marleen Lohse (42), ist auf sogenannte Mikroexpressionen spezialisiert. Sie kann kleinste, unwillkürliche Veränderungen im Gesicht erkennen und daraus Rückschlüsse auf verborgene Gefühle ziehen. Als ihre Vermutungen bei der Polizei auf wenig Gehör stoßen, verfolgt sie die Spur auf eigene Faust weiter.
Was Marleen Lohse, die schon als Kind ein Star war, an der Figur besonders reizt, ist genau diese ungewöhnliche Fähigkeit. Gegenüber dem NDR erklärt die Schauspielerin: „Mich fasziniert vor allem, dass Marlene sich gar nicht in erster Linie auf das konzentriert, was Menschen sagen, sondern auf das, was ihre Gesichter verraten.“
Doch Nielsen ist nicht nur eine genaue Beobachterin. Sie treibt auch der Wunsch an, die Wahrheit herauszufinden. „An Marlene mag ich vor allem ihre Klarheit. Ihre präzise Sprache, ihr kontrolliertes Auftreten und auch ihre geradlinige Körperlichkeit“, sagt Lohse über ihre Rolle.
Woher kennt man Marleen Lohse?
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer kennen Marleen Lohse aus der ARD-Krimireihe „Nord bei Nordwest“, das im fiktiven Schwanitz gedreht wird. Dort spielt sie seit Jahren die Tierärztin Jule Christiansen, die in Schwanitz immer wieder in die Ermittlungen von Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und Hannah Wagner (Jana Klinge) hineingezogen wird.