Die radikale Vergangenheit der Elif Eralp: Linken-Spitzenfrau warb für „Sturz des kapitalistischen Systems“
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Berlin – Erst sorgte Elif Eralps (45, Linke) frühere Mitgliedschaft beim vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuften Verein „Rote Hilfe“ für Empörung, jetzt kommen weitere Details über die Spitzenkandidatin der Linken in Berlin ans Licht. Demnach hat Eralp noch radikaler gedacht als bisher angenommen.
Der Politik-Blog „Ruhrbarone“ berichtet über ein Manifest für eine „antirassistische und migrantische Klassenpartei“, das Eralp im Januar 2020 unterzeichnet haben soll. Ihr Name ist unter dem Text noch heute auffindbar. Darin: der klare Aufruf, gezielt Migranten als Verbündete zu gewinnen, „mit denen wir gemeinsam das kapitalistische System stürzen“. Das sei die „Handlungsmaxime“.
Wahlrecht für Migranten, leichtere Einbürgerung
Besonders radikal wird das Papier bei einem angestrebten gesellschaftlichen Wandel. Migranten sollen dafür ausdrücklich politisch aktiviert und in „allen Kämpfen und sozialen Bewegungen“ angesprochen werden. Ihre „Organisierung und Politisierung“ müsse im Zentrum linker Politik stehen.
Das Manifest – mitunterzeichnet von der Frau, die Berlin regieren will – nennt konkrete erste Schritte für eine migrantischere Linke: „Wahlrecht für Migrant*innen“ und Bleiberecht quasi für alle – die Forderung lautet: „Legalisierung des Aufenthalts aller Illegalisierten und den vereinfachten Zugang zur Einbürgerung.“ Dem heute geltenden demokratischen System mit Recht und Gesetz werfen die Unterzeichner indirekt „institutionellen Rassismus“ vor.
Das Papier bietet auch eine konkrete Ansprache- und Mobilisierungsstrategie für Migranten .
Unterzeichner wollen „Hymnen der migrantischen Jugend“ auf Demos
Statt sich zum „Absacker“ in der linken Kneipe oder im linken Zentrum zu treffen, schlagen die Verfasser Aufenthalte „in der Shishabar, der Teestube oder einem kleinen Imbiss“ vor. Statt auf Demos nur linken Punkrock zu spielen, sollen „die Hymnen der migrantischen Jugend“ laufen.
Verzicht auf „linke Sprache“ soll Migranten anlocken
Die Linken sollen auch anders sprechen, um attraktiver zu wirken: Die „Überakademisierung“ und „linke Sprache/Szenecodes“ wirkten auf Migranten „wenig ansprechend“.
„Soziale Probleme, Diskriminierung und die Lebensbedingungen von Migranten sollen zum Ausgangspunkt einer gemeinsamen Mobilisierung gegen die bestehende Wirtschaftsordnung werden. Eralp unterstützte diesen Anspruch mit ihrer Unterschrift“, schreibt der „Ruhrbarone“-Blog.