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Die Ukraine meldet, 300 Schiffe der russischen Schattenflotte im Schwarzen und Asowschen Meer mit Drohnen getroffen zu haben

Technologie

Die ukrainischen Drohnenstreitkräfte haben nach eigenen Angaben innerhalb von elf Wochen 300 Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte außer Gefecht gesetzt. Das teilte Kommandeur Robert „Magyar“ Brovdi am Dienstag laut „Business Insider“ mit.

Die Operation läuft laut Brovdi seit dem 6. Juli 2026. Von den 300 Schiffen sollen 166 im Schwarzen Meer und 134 im Asowschen Meer getroffen worden sein. Die ukrainische Seite spricht von Schiffen, die nicht mehr aus eigener Kraft fahren können.

Angriffe auf Schiffe vor der Krim

Im nördlichen und nordöstlichen Schwarzen Meer sei die Durchfahrt für Schiffe weiterhin möglich, aber mit erheblichen Risiken verbunden.

Die ukrainische Operation trägt den Namen „MoLoChKa“. Sie richtet sich nach Angaben aus Kiew gegen Schiffe der russischen Schattenflotte. Darunter werden Handelsschiffe verstanden, die mit dem Transport russischer Energie und anderer Güter in Verbindung stehen und nach Darstellung der Ukraine zur Umgehung von Sanktionen eingesetzt werden.

Laut Brovdi haben ukrainische Drohneneinheiten allein in den drei Tagen vor seiner Mitteilung 21 Tanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Zu den veröffentlichten Angaben gehören auch Videoaufnahmen von Drohnen, die sich auf große Schiffe zubewegen.

Ukraine setzt zunehmend auf Drohnen

Ukrainische Streitkräfte greifen mit weitreichenden Drohnen auch Einrichtungen der russischen Öl- und Gasindustrie an. Für die Angriffe auf Schiffe setzt die Ukraine nach den Angaben von „Business Insider“ inzwischen vor allem auf Flugdrohnen. Zuvor hatte das Land im Schwarzen Meer auch Überwasser- und Unterwasserdrohnen gegen die russische Marine eingesetzt.

Die Zahl von 300 außer Gefecht gesetzten Schiffen beruht auf Angaben des ukrainischen Kommandeurs. Unabhängige Angaben dazu, wie schwer die einzelnen Schiffe beschädigt wurden und ob sie dauerhaft ausfallen, liegen nicht vor. Auch handelt es sich bei den 300 Schiffen nicht ausschließlich um Tanker.

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