Die Ukraine testet den weltweit ersten speziell für Drohnen entwickelten „Roboter-Flugzeugträger”
Die Ukraine hat mit der MV11 ein neues Modell ihrer Magura-Seedrohnen gezeigt. Dabei handelt es sich um den weltweit ersten speziell für Drohnen entwickelten „Roboter-Flugzeugträger“. Das unbemannte Boot wurde bei den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag in Kiew präsentiert.
Anders als frühere Modelle ist die MV11 nicht nur für direkte Angriffe gedacht. Sie soll vor allem andere unbemannte Systeme transportieren, aussetzen und unterstützen.
„Drohnenträger“ kann bis zu 7 Tage im Einsatz bleiben
Nach Angaben des Herstellers Uforce ist die Plattform rund sieben Meter lang und kann bis zu 2200 Kilogramm Nutzlast aufnehmen. Sie verfügt über eine Einsatzdauer von bis zu sieben Tagen. Der Hersteller beschreibt das Boot als vielseitige Plattform für Aufklärung, Versorgung und Unterstützung anderer Marinedrohnen.
Besonders auffällig ist das Deck der MV11. Bilder zeigen mehrere geschlossene Fächer, die über den Rumpf verteilt sind. Sie könnten dazu dienen, kleinere Drohnen wettergeschützt zu lagern und später auf See zu starten. Genauere Angaben zur Zahl oder Art dieser Systeme gibt es bisher nicht.
Schwimmende Basis für mehrere Einsätze
Das US-Fachmagazin „Army Recognition“ beschreibt die MV11 als eine Art schwimmende Basis. Das Boot kann kleinere Drohnen näher an ihr Ziel bringen, ohne dass diese direkt von Land aus starten müssen. Dadurch könnte sich sich die Reichweite unbemannter Einsätze deutlich vergrößern.
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Ein im Frühjahr veröffentlichtes Video von Uforce zeigte bereits den Start einer Luftdrohne von einer Magura-Plattform. Daraus lässt sich schließen, dass die Entwicklung schon länger läuft. Ob die MV11 tatsächlich größere Schwärme von Drohnen gleichzeitig einsetzen kann, ist bislang nicht bestätigt.
Mehr Reichweite im Schwarzen Meer
Ukrainische Seedrohnen haben russische Schiffe und Anlagen im Schwarzen Meer wiederholt angegriffen. Vor allem die Magura-Reihe spielte dabei eine wichtige Rolle. Mehrfach gelangen Treffer gegen Kriegsschiffe und andere militärische Ziele.
Entwickelt wurde die MV11 laut „Kyiv Post“ zusammen mit einem Partnerbüro in Portugal. Finanziert worden sei das Projekt demnach von verbündeten Staaten. Um welche es sich konkret handelt, ist bisher nicht bekannt.