Die ukrainische Armee hat ein Kasta-Radar und eine russische Drohnen-Kontrollstation getroffen, teilt der Generalstab mit
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben des Generalstabs innerhalb von 24 Stunden mehrere russische Militärziele angegriffen. Getroffen wurden demnach eine mobile Radarstation vom Typ Kasta-2E2 und ein russischer Drohnenkontrollpunkt. Die Angriffe ereigneten sich in der Region Donezk und im russischen Gebiet Belgorod.
Angriff auf 52 Millionen Euro teures Kasta-Radar
Die Kasta-Radarstation nahe Pikuzy in der Region Donezk gilt als wichtig für die russische Luftraumüberwachung in niedrigen Höhen. Es kann nach ukrainischen Angaben Flugzeuge, Raketen und Drohnen erfassen und soll eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern haben.
Der ukrainische Generalstab schätzt den Wert des Systems auf rund 60 Millionen Dollar (ca. 52 Millionen Euro). Weil das Radar mobil ist, kann es bei Bedarf rasch verlegt werden. Es kommt daher nicht nur in einem begrenzten Bereich zum Einsatz, sondern an wechselnden Punkten entlang der Front.
Laut Kiew auch Drohnenposten in Donezk getroffen
Neben dem Radar wurde auch ein russischer Drohnenkontrollpunkt nahe Dniproenerhija in der Region Donezk angegriffen. Dort wird nach ukrainischen Angaben die Steuerung unbemannter Systeme koordiniert.
Solche Stellungen sind für den Einsatz von Aufklärungs- und Kampfdrohnen von großer Bedeutung, weil von dort aus Flüge überwacht und Angriffe gelenkt werden. An der Front in der Ostukraine spielen unbemannte Systeme auf beiden Seiten eine große Rolle.
Weiteres Ziel in Belgorod
Ein weiteres Ziel lag im Raum Staryj Chutir im russischen Gebiet Belgorod. Dort griffen ukrainische Einheiten nach Darstellung des Generalstabs einen Bereich an, in dem sich russische Soldaten neu sammelten oder umgruppierten.