"Die Verräter" Folge 3: Max Kruse als Ratte bezeichnet
Das RTL-Psychodrama „Die Verräter“ lebt vor allem von den kleinen Momenten, in denen Risse in Allianzen offenbart werden. „Wenn ich sein Gesicht sehe, dann sage ich schon echt: ne Ratte.“ Marijke Amado lacht dabei – aber ein bisschen ernst meinte sie es wohl schon. Gemeint ist damit Max Kruse, dem sie beim Schachspiel die Eigenschaft zuschreibt, die ganze Gruppe zu hintergehen, falls sich Möglichkeit und Notwendigkeit ergeben. Doch auch die Loyalen haben Zoff und es herrscht eine Atmosphäre aus Misstrauen, Kalkül und rohen Nerven, in der selbst ein Lächeln zur Waffe werden kann. Bereits beim Frühstück liegen die Nerven schon blank und Ralph Morgenstern fährt Nina Meise über den Mund: „Nina, du hörst einfach nicht zu“. Diese schluckt das erst einmal runter, kauft dem Verräter allerdings seine Erklärung, warum er sich am Vortag im Spiel ein Schild gesichert habe. Die Verräter haben die Gruppe diesmal nicht mit einem Mord, sondern mit einem Spiel destabilisiert. Beim Schach-Rätsel am Morgen weisen sie ihren Mitspielern Charaktereigenschaften zu – Ratte, Wolf, Adler, Schlange – und überlassen es der Gruppe, zu raten, wer welche Rolle verkörpert. Die Idee dahinter ist brillant: Jeder redet plötzlich darüber, wer am ehesten hintergeht, wer führt, wer sich durchmogelt. Und das Spiel entfaltet seine volle Wirkung: es sät Zweifel, ohne dass die Verräter auch nur einen Finger rühren müssen. Insgesamt sammelt die Gruppe kaum Punkte, ein echter Downer für die Stimmung. Kleiner Wehrmutstropfen: Max scheint nicht besonders angetan vom Ratten-Vergleich durch Marijke und auch die Stimmung unter den Verrätern ist angespannt. Am runden Tisch eskaliert die Lage dann komplett und alle Sachlichkeit verschwindet. Ann-Kathrin öffnet sich unter Tränen der Gruppe und erklärt ihren Plan, dass sie Gabriel verdächtigt habe, ihn aber nutzen wollte. Statt Sympathie erntet sie Angriffe, allen voran durch Nina Meise. Die geht sogar so weit und unterstellt „Ann-Ka“, sie sein möglicherweise in Gabriel verknallt. Philipp und Max fahren dazwischen und sprechen sogar vom „Fremdschämen“.