Dienstag: Angriff auf Informationsfreiheit, Microsoft baut Spiele-Sparte Xbox um
Die geplanten drastischen Einschnitte im Informationsfreiheitsgesetz des Bundes stoßen auf erbitterten Widerstand der Kontrollbehörden von Bund und Ländern. Statt des im Koalitionsvertrag versprochenen Mehrwerts droht laut der Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten eine Rolle rückwärts in die Zeit vor über zwanzig Jahren. Microsoft will massiv Stellen abbauen und bestätigt nun entsprechende Pläne. Besonders schwer trifft es die Spiele-Sparte Xbox. Und in China reagieren ByteDance und Alibaba auf die verschärften Regeln für menschenähnliche KI-Agenten – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick. Weiterlesen nach der Anzeige Nach Plänen der schwarz-roten Koalition sollen die Hürden für den Informationszugang im Bund drastisch angehoben werden. Künftig soll ein Auskunftsanspruch von einem „berechtigten Interesse“ abhängen. Damit würde das bisherige Prinzip des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) auf den Kopf gestellt. Antragsberechtigt sollen allein in Deutschland lebende deutsche Staatsbürger oder EU-Bürger sein – bei steigenden Gebühren. Der geplante Kahlschlag stößt jedoch auf heftige Kritik. Die Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten (IFK) weist das Vorhaben der Bundesregierung in einer Stellungnahme mit aller Deutlichkeit zurück. Angriff auf Infofreiheit: Transparenzbeauftragte wehren sich gegen IFG-Reform Nun ist es amtlich: Am Montag bestätigte der US-Konzern Microsoft bereits im Vorfeld bekannt gewordene Pläne für Stellenstreichungen. Demnach sollen 3.200 Jobs bei Xbox sowie weitere 3.200 Stellen im Geschäftskundenvertrieb wegfallen. Damit ist 2026 bereits das dritte Jahr, in dem der Konzern zum Ende des Geschäftsjahres im Sommer Beschäftigte entlässt, um für mehr Investitionen in KI Kosten zu sparen. Der Kahlschlag trifft besonders die Gaming-Sparte Xbox, die etwa ein Fünftel der Belegschaft verliert. Studioschließungen soll es zwar nicht geben, aber einige der Firmen sollen verkauft werden. Microsoft bestätigt Entlassungen und Studio-Verkauf bei Xbox KI-Chatbots können Nähe, Verständnis und Verbindlichkeit simulieren und neigen zugleich zu übermäßig bestätigendem Verhalten. Dadurch können sie problematische Annahmen oder fragile emotionale Zustände verstärken, statt ihnen zu widersprechen oder Nutzer zuverlässig an menschliche Hilfe zu verweisen. Kurz bevor in China neue, verschärfte Regeln für menschenähnliche KI-Begleiter in Kraft treten, haben ByteDance und Alibaba nun Funktionen aus ihrem KI-Angebot entfernt, mit denen Nutzer KI-Begleiter, fiktive Charaktere oder persönliche Assistenten mit festgelegtem Auftreten und Sprechstil erstellen konnten. China verschärft KI-Regeln: ByteDance und Alibaba entfernen menschenähnliche KI Der iPhone-Hersteller Apple setzt bei seinen Prozessoren vor allem auf den taiwanesischen Auftragsfertiger TSMC. Der weltweite KI-Boom hat zuletzt die Nachfrage nach leistungsstarken Prozessoren erhöht und zu Lieferengpässen geführt. Viele Tech-Konzerne versuchen daher, ihre Lieferketten zu diversifizieren, um nicht von einem einzigen Hersteller abhängig zu sein. So auch Apple. Bereits im Jahr 2023 hat der Konzern mit Chiphersteller Broadcom eine milliardenschwere Vereinbarung über die Entwicklung und Fertigung von 5G-Hochfrequenzkomponenten geschlossen. Durch eine neue Vereinbarung bis ins Jahr 2031 bleibt Broadcom ein wichtiger Zulieferer von Apple. Beide Unternehmen erhalten dadurch Planungssicherheit. Deal über fünf Jahre: Broadcom liefert weiter Chips an Apple Dass Geheimdienste Cyberangriffe auf Gegner verüben, ist nicht ungewöhnlich; allerdings werden solche Operationen selten öffentlich gemacht. Der kanadische Nachrichtendienst CSE (Communications Security Establishment) gibt in seinem Jahresbericht einen seltenen Einblick in sein Vorgehen. Demnach hat die dem kanadischen Verteidigungsministerium unterstellte Behörde im vergangenen Jahr eine Reihe staatlich genehmigter Cyberangriffe durchgeführt, um die Aktivitäten von Drogenhändlern, gewalttätigen Extremisten und einer Ransomware-Gruppe zu stören. Geheimdienstbericht in Kanada: Cyberoperationen im Ausland Auch noch wichtig: Weiterlesen nach der Anzeige In den USA dienen mehr als 200 elektrische Schulbusse in der Ferienzeit als Netzspeicher und speisen bei Spitzenlast Strom ins Netz ein. Elektrische Schulbusse in den USA werden als Netzspeicher eingesetzt Das PNR-Überwachungssystem für den Flugverkehr wächst massiv. PNR steht für Passenger Name Record. Welche Airlines Daten liefern, behält die Bundesregierung aus Geheimschutzgründen lieber für sich. Fluggastdaten: Deutsche Behörden scannten 2025 über 627 Millionen Datensätze Apple plant mit iOS 27 ein neues Framework namens Trust Insights. Eine KI-basierte Verhaltensanalyse soll Nutzer vor Social Engineering und Betrug warnen. Apple: KI-Framework „Trust Insights“ soll vor Social Engineering schützen DataVita, Co-Betreiber eines neuen Rechenzentrums in Schottland, plante offenbar nie, es wie versprochen mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Bau von neuem Rechenzentrum: Erneuerbare Energiequellen waren eine Lüge? Ein neues Geschäftsmodell soll Nvidia noch mehr Geld in die Kasse spülen. Neoclouds bekommen vergünstigte Hardware gegen Umsatzbeteiligung. Nvidia verkauft KI-Beschleuniger jetzt gegen Umsatzbeteiligung Immer wieder fällt Weltraumschrott auf Australien oder wird dort angespült. Nun sorgen kreisrunde Metallkugeln an einem Strand in Queensland für Aufregung. Metallkugeln am Strand: Wieder Aufregung um Weltraumschrott in Australien Das Schweizer Unternehmen Punkt hat sein Google-freies Smartphone MC03 auf den Markt gebracht. Die ursprünglich geplanten Abo-Gebühren entfallen. Punkt MC03: Google-freies Smartphone kommt ohne Abo zum höheren Preis Einem oft gut informierten Analysten zufolge orientiert sich Apple beim „iPhone Ultra“ am Playbook für das iPhone X. Anfangs ist mit Ausverkäufen zu rechnen. „iPhone Ultra“: Nutzt Apple einen Verkaufsansatz wie beim iPhone X? Die Geschäfte mit den Memecoins von Donald Trump laufen so wie bei anderen Memecoins auch. Zu den wenigen, die enorm profitieren, gehört der US-Präsident. Trumps Memecoins: Milliardenverluste für die meisten Konten, Gewinne für wenige Bislang enthalten Apples Smartwatch-Armbänder keine weitere Technik. Ein Leaker behauptet, dass sich das demnächst ändert. Apple Watch Series 12: Armbänder erstmals mit Sensoren? Wegen der Absatzkrise fallen bei Porsche bereits Stellen weg. Die Zahl könnte einem Bericht zufolge nochmals deutlich höher ausfallen. Porsche: Stellenabbau in Verwaltung und Entwicklung im Gespräch Bei der Briefzustellung muss die Post staatliche Vorgaben einhalten, sonst drohen Bußgelder. Theoretisch. Denn die Wirklichkeit sieht anders aus. Behörde kann der Post nicht auf die Finger gucken, weil Marktforscher klagen