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Diepholz für nationale Ernährungsstudie ausgewählt: Bürger werden befragt und untersucht

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Diepholz für nationale Ernährungsstudie ausgewählt: Bürger werden befragt und untersucht

Von: Edgar Haab

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Zufällig ausgewählte Bürger in Diepholz werden ab 26. Oktober zu Hause befragt und untersucht. Die letzte vergleichbare Studie liegt rund 20 Jahre zurück.

Diepholz – Was essen die Menschen in Deutschland? Wie gut sind sie mit wichtigen Nährstoffen wie Vitamin D oder Jod versorgt? Antworten auf diese Fragen soll das Nationale Ernährungsmonitoring (nemo) liefern. Für die Datenerhebung wurde nun auch Diepholz ausgewählt. Zwischen dem 26. Oktober und dem 15. November werden laut einer Pressemitteilung in der Kreisstadt Bürger für die bundesweite Studie befragt und untersucht.

Diepholz gehört dabei zu insgesamt 120 Städten und Gemeinden in Deutschland, die nach einem Zufallsverfahren für die Teilnahme ausgewählt wurden. Berücksichtigt wurden unter anderem Faktoren wie Bevölkerungsdichte und Gemeindegröße.

Für die Studie werden deutschlandweit mehr als 3.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren einbezogen. Die Teilnehmer werden zufällig aus den Meldedaten ausgewählt und erhalten in den kommenden Wochen ein Einladungsschreiben. Nach Angaben des Max-Rubner-Instituts, das die Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat durchführt, steht die ausgewählte Stichprobe stellvertretend für die erwachsene Bevölkerung Deutschlands. „Damit später zuverlässige Aussagen für die Gesamtbevölkerung getroffen werden können, ist es wichtig, dass möglichst viele der Eingeladenen mitmachen“, erklärt Institutspräsidentin Prof. Dr. Tanja Schwerdtle.

Befragungen und Messungen erfolgen bei den Teilnehmern zu Hause

Die praktische Durchführung der Studie übernimmt Oracle Life Sciences Research Services. In Diepholz sind dafür Mitarbeitende der Infratrend Forschung GmbH unterwegs. Die Befragungen und Messungen erfolgen überwiegend direkt bei den Teilnehmern zu Hause.

Erfasst werden unter anderem die Ernährungsgewohnheiten, der Lebensmittelverzehr sowie die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Zudem werden Körpermaße aufgenommen und Bioproben untersucht. Auf diese Weise soll festgestellt werden, wie gut die Menschen mit bestimmten Nährstoffen versorgt sind.

Wer teilnimmt, erhält nach Abschluss der Untersuchungen eine individuelle Auswertung der Laborwerte sowie Informationen zum persönlichen Versorgungsstatus. Zusätzlich wird eine Aufwandsentschädigung von 55 Euro gezahlt.

Letzte vergleichbare Untersuchung liegt rund 20 Jahre zurück

Die Ergebnisse sollen laut der Mitteilung Politik und Wissenschaft eine aktuelle Grundlage für ernährungspolitische Entscheidungen liefern. Nach Angaben der Organisatoren schließt das Nationale Ernährungsmonitoring zudem eine langjährige Datenlücke. Die letzte vergleichbare Untersuchung, die Nationale Verzehrsstudie II, liegt inzwischen rund 20 Jahre zurück.

Mit ihrer Teilnahme können die ausgewählten Bürger aus Diepholz somit einen Beitrag dazu leisten, ein aktuelles Bild der Ernährungssituation in Deutschland zu schaffen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig helfen, gesundheitliche Entwicklungen besser einzuordnen und Empfehlungen für die Ernährungspolitik abzuleiten.

Das Nationale Ernährungsmonitoring (nemo) ist ein langfristig angelegtes Forschungsprojekt des Bundes. Neben persönlichen Befragungen und Untersuchungen von Erwachsenen werden auch Daten von Kindern und Jugendlichen erhoben. Ziel ist es, regelmäßig aktuelle und repräsentative Informationen über Ernährungsverhalten, Nährstoffversorgung und gesundheitlich relevante Trends in der Bevölkerung bereitzustellen.

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