Diese Baumärkte werden übernommen
"Wir schließen - alles muss raus", steht auf großen Plakaten an der Hellweg-Filiale in Dortmund-Hacheney. Wer durch die Gänge geht, sieht: Das meiste ist schon raus. Viele Regale sind leer. Im Gartencenter-Bereich gibt es beispielsweise keine Blumenerde mehr. Auch bei den Blumentöpfen ist die Auswahl eher klein.
Die Regale leeren sich, bei Hellweg läuft der Ausverkauf.
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Erleichterung bei Mitarbeitern
Der Hellweg-Markt in Hacheney gehört zu denen, für den der Insolvenzverwalter einen Käufer gefunden hat. Der Konkurrent Bauhaus wird die Filiale übernehmen. Das sorgt für Erleichterung bei den Mitarbeitern, auch wenn die noch viele Fragen haben: "Wie es genau weiter geht und wo wir in Zukunft arbeiten, wissen wir noch nicht", sagt eine Verkäuferin, die anonym bleiben will. "Vielleicht werden wir ja in ein anderes Bauhaus versetzt", vermutet eine Kollegin.
"Alle Mitarbeiter erhalten ein Übernahmeangebot zu mindestens gleichwertigen Konditionen", sagt ein Bauhaus-Sprecher. Sie würden nun auf die neuen Systeme geschult. Der Sprecher nennt eine Filiale in Gelsenkirchen als Beispiel, die Bauhaus schon vor einigen Monaten von Hellweg übernommen hat. Dort habe der Umbau vier Monate gedauert, die Mitarbeiter seien in der Zeit geschult und beim Umbau der Filiale zum Einsatz gekommen. Zum Beispiel indem sie Regale mit neuer Ware bestückt hätten.
Nur zehn Filialen in NRW übernommen
Bauhaus übernimmt insgesamt vier Filialen in NRW, Hornbach drei, Obi eine (siehe Liste unten). Von den ursprünglich über 30 Hellweg-Baumärkten werden aller Vorraussicht nach nur zehn weitergeführt. In Berlin-Brandenburg, Ost- und Süddeutschland haben sich mehr Käufer gefunden. Das liege daran, dass das Baumarkt-Netz nicht so dicht ist, sagt ein Sprecher einer Baumarktkette.
Bauhaus hat einige Hellweg Filialen übernommen.
Bildquelle: WDR / Michael Westerhoff
Hagebau übernimmt beispielsweise zahlreiche Filialen im Süden und Osten der Republik, aber keine einzige in Nordrhein-Westfalen. Die Kette betreibt bereits über 50 Märkte in NRW.
Diese Filialen in NRW werden übernommen:
Beckum (Bauhaus)
Dortmund-Hacheney (Bauhaus)
Dortmund-Kley (Hornbach)
Essen-Borbeck (Hornbach)
Essen-Rellinghausen (Bauhaus)
Iserlohn (Bauhaus)
Mechernich (unbekannt)
Münster (Obi)
St. Augustin (Hornbach)
Steinfurt (unbekannt)
Für diese Filialen in NRW wurde bisher kein Käufer gefunden: Ahaus, Bocholt, Bochum, Bonn-Beuel, Borken, Bünde, Dortmund-Wambel, Dülmen, Ennepetal, Essen-Kettwig, Gronau, Hamm, Hattingen, Kreuztal, Lüdenscheid, Mettmann, Monheim, Recklinghausen, Rheda-Wiedenbrück, Selm, Wuppertal. Der Markt in Dorsten stand bisher auf der Liste der Filialen, die übernommen werden. Der Deal ist aber offenbar geplatzt.
Die Übernahmen der Baumärkte muss das Bundeskartellamt genehmigen. Das hat am Freitag bereits grünes Licht für die Filialen gegeben, die Bauhaus übernehmen will. Bei anderen Märkten steht die Genehmigung noch aus.
Nach Handelsweg benannte Kette
Die Kette Hellweg hatten Anfang der 1970er-Jahre zwei Familien aus Unna und Menden gegründet. Die erste Filiale entstand am "Brackeler Hellweg" in Dortmund. Von der Handelsstraße Hellweg leitet sich auch der Name des Unternehmens ab.
2026 musste Hellweg Insolvenz anmelden. Grund waren unter anderem zurückgegangene Umsätze nach Corona. Bereits 2025 hatte das Unternehmen Filialen geschlossen und verkauft. Ursprünglich wollte der Sanierungsgeschäftsführer die gesamte Kette an einen Investor verkaufen. Es fand sich jedoch kein Käufer. Alle nicht verkauften Märkte werden Ende November geschlossen.