Diese Box sorgt für ein Sound-Erdbeben
Sony schickt mit dem ULT Tower Max keinen Lautsprecher, sondern eine Abrissbirne für die Ohren ins Rennen. Die XXL-Box soll Wände erzittern, Gläser klirren lassen und jede Gartenparty zur Dorfdisco machen. Doch steckt hinter dem Bass-Gewitter mehr als blanke Muskelkraft? Der Test zeigt, ob der Klangriese nur Radau kann oder auch echte Qualitäten mitbringt.
Sony baut seine Partyboxen-Reihe weiter aus: Nach ULT Tower 5 und ULT Tower 7 steht jetzt der ULT Tower Max ganz oben in der Reihe. Der Klangriese bringt neun Lautsprechertreiber und bis zu 2150 Watt Leistung mit. Ob der ULT Tower Max die große Partyansage auch klanglich einlöst, zeigt der Test.
Das Wichtigste in Kürze
Der ULT Tower Max bildet den Abschluss der aktuellen ULT-Lautsprecherserie von Sony. Er ist der größte, aber auch der teuerste Vertreter.
Einen Akku hat der Partylautsprecher nicht, er braucht eine ständige Verbindung zum Strom. Mit 56,3 kg ist er sehr schwer, für den Transport hat er allerdings Rollen. Wirklich mobil ist er aber nicht.
Im Test gefiel der ULT Tower Max mit seinem kraftvollen Klang. Insbesondere mit dem Bassboost „ULT 1“ brachte er die Wände zum Wackeln. Er blieb auch bei höhere Lautstärke sauber, allerdings sind die Höhen etwas scharf.
Optik und Maße:Die Masse hat Klasse
Schon auf den ersten Blick sieht man, dass der Tower Max in einer eigenen Liga spielt. Mit 106 Zentimetern Höhe überragt er sogar die JBL PartyBox Ultimate und bringt stattliche 56,3 Kilogramm auf die Waage. Damit ist er aktuell der Schwergewichtschampion unter den Partyboxen. Für den Transport gibt es zwar Rollen an der Unterseite, wirklich mobil ist der Klangkoloss aber nicht.
Auch beim Außen-Einsatz ist Vorsicht angesagt: Gegen Spritzwasser soll die Box geschützt sein, eine IP-Zertifizierung fehlt jedoch. Und anders als die kleineren ULT-Tower-Modelle braucht der Max stets eine Steckdose, einen Akku sucht man vergebens.
Bedienung:Mehr Bass auf Knopfdruck
Ganz so spektakulär wie bei den Maßen gibt sich der ULT Tower Max bei Design und Bedienung nicht. Sony setzt auf die bekannte Optik der ULT-Serie, auch das Flaggschiff erinnert eher an einen professionellen Bühnenlautsprecher als an eine klassische Partybox. Experimente sparen sich die Japaner ebenfalls bei der Steuerung. Alle wichtigen Tasten sitzen gut erreichbar auf der Oberseite und sind beleuchtet. Das ist besonders praktisch, wenn die Feier länger dauert und das Licht im Partykeller oder Garten längst heruntergedimmt ist.
Der große Lautstärkeregler an der Front übernimmt gleich mehrere Aufgaben. Per Druck wechseln Nutzer zwischen den drei Klangprofilen. Neben der neutralen Einstellung „Flat“ stehen die Modi „ULT 1“ für kräftigere Bässe und „ULT 2“ für ein noch druckvolleres Klangbild mit betonten Mitten zur Wahl. Weitere Funktionen bietet die App Sound Connect für Android und iOS. Damit lassen sich Raumklang und Lichtshow aktivieren, und die Nutzer können den Klang per Equalizer an die eigenen Vorlieben anpassen.
Klang:Der Tower hat Power
Wer einen Blick in die App wirft, merkt schnell, worauf Sony den Fokus gelegt hat: auf viel Druck im Basskeller. Dort spielt der Tower Max seine größte Stärke aus. Im Test brachte er es auf bis zu 109 Dezibel – das entspricht in etwa der Lautstärke einer laufenden Kettensäge aus einem Meter Entfernung. Kurz gesagt: Der Klangriese kann nicht nur einen Raum beschallen, sondern ihn regelrecht durchschütteln.
Besonders eindrucksvoll fällt der Modus „ULT 1“ aus. Dann fangen Schranktüren an zu klappern, Gläser zittern und das Mobiliar schwingt spürbar mit. Dabei bleiben die tiefen Frequenzen erstaunlich kontrolliert und wirken nie schwammig. Für größere Räume, Partykeller oder den Einsatz im Garten bietet sich „ULT 2“ an. Hier legt der Lautsprecher vor allem bei den Mitten zu und erzeugt noch mehr Druck. In kleinen Zimmern ist das aber schnell zu viel des Guten.
Klanglich präsentiert sich der Sony klar und durchsetzungsstark, neigt in den Höhen aber zu einer etwas schärferen Abstimmung. Stimmen gibt er sauber wieder, feine Details gehen jedoch etwas unter. Die Mitten wirken in den meisten Klangprofilen vergleichsweise zurückhaltend und gewinnen erst im Modus „ULT 2“ deutlich an Präsenz. Wer den „Live“-Modus aktiviert, verteilt den Klang stärker im Raum und erzeugt ein luftigeres Klangbild. Zugleich legt die Funktion aber beim Bass nochmals nach. Der Tower Max fühlt sich ohnehin nicht in kleinen Räumen zu Hause. Seine Stärken spielt er erst mit etwas Abstand und bei Pegeln jenseits der Zimmerlautstärke aus. Reicht selbst das nicht, lässt sich die Partybox per Bluetooth-Auracast mit weiteren ULT-Modellen koppeln und zum ausgewachsenen Sound-System ausbauen.
Der ULT Tower Max macht aus Musik ein kleines Erdbeben, doch bei 56 Kilo gerät selbst das Rangieren auf Rollen schnell zur Kraftübung
Robert Ladenthin Hardware
Ausstattung:Ein Fest für Musiker
Nicht nur klanglich zielt der ULT Tower Max auf Konzert- und Clubniveau. Auch bei der Ausstattung richtet sich die Box an ambitionierte Hobbymusiker und DJs. Auf der Rückseite sitzen Anschlüsse für Mikrofone und Instrumente (6,3-Millimeter-Klinke) sowie Stereo-Eingänge per Cinch und XLR. Dazu kommt ein XLR-Ausgang, über den sich mehrere ULT Tower Max verbinden lassen.
Für Musik vom Stick oder von einer SSD stehen USB-A und USB-C bereit – er spielt Titel aber auch direkt vom Smartphone oder Tablet ab. Superpraktisch: Über beide Anschlüsse lassen sich gleichzeitig Mobilgeräte aufladen.
Unser Fazit:Die ultimative Box
Der Sony ULT Tower Max ist keine Partybox für den Hintergrund, sondern für den großen Auftritt. Der Klangkoloss liefert enorme Pegel, tiefe Bässe und eine Ausstattung, die selbst DJs und Hobbymusiker überzeugt. Seine Stärken spielt er aber erst aus, wenn genug Platz vorhanden ist. Für Wohnzimmer und spontane Gartenfeste ist er meist zu groß.
Wer regelmäßig größere Feiern beschallt, bekommt einen der beeindruckendsten Partylautsprecher am Markt. Wer jedoch auf der Suche nach einer kleineren sowie preiswerteren Alternative ist, muss nicht weit gucken, denn der 500 Euro günstigere ULT Tower 7 (Testnote: gut, 1,5) führt die Bestenliste der Partylautsprecher an.
Die wichtigsten Fragen zum Sony ULT Tower Max
Welche Art von Lautsprecher ist der Sony ULT Tower Max?
Der Sony ULT Tower Max ist ein Bluetooth-Lautsprecher. Er spielt Musik kabellos vom Smartphone oder anderen kompatiblen Abspielern ab.
Hat der Sony ULT Tower Max einen Akku?
Nein, der Lautsprecher benötigt eine ständige Stromverbindung.
Ist der Sony ULT Tower Max wasserdicht?
Nein, der Hersteller gibt jedoch an, dass der Lautsprecher im vertikalen Betrieb sicher vor Spritzwasser ist. Eine IP-Schutzzertifizierung hat der ULT Tower Max aber nicht.
Kann ich weitere Lautsprecher mit dem ULT Tower Max verbinden?
Ja, das klappt sogar kabellos. Allerdings verbindet sich der Partylautsprecher nur mit anderen Modellen aus der aktuellen ULT‑Serie. Ebenso lassen sich zwei ULT Tower Max zu einem Stereopaar koppeln.
Kann man ein Mikrofon an den ULT Tower Max anschließen?
Ja, das klappt über die 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse an der Rückseite. Sony bietet mit dem ULTMIC1 ein eigenes kabelloses Mikrofon inklusive Funksender für 150 Euro (2 Stück enthalten) an.
Extrem lauter und kraftvoller Sound Top ausgestattet und leicht zu bedienen Satte Bässe mit Extra-Modi Höhen manchmal zu scharf Nur mit Stromkabel, kein Akku Kein vollständiger Wasserschutz Extrem lauter und kraftvoller Sound Top ausgestattet und leicht zu bedienen Satte Bässe mit Extra-Modi Höhen manchmal zu scharf Nur mit Stromkabel, kein Akku Kein vollständiger Wasserschutz