DAX +0,44 % 26.415,70 Pkt 11:39:47 MDAX +0,63 % 32.467,34 Pkt 11:39:57 Euro Stoxx 50 +0,18 % 6.551,54 Pkt 11:39:45 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +0,33 % 4.452,00 USD 11:44:51 Silber +0,86 % 65,67 USD 11:44:34 Brent +0,95 % 89,36 USD 11:44:51 WTI +0,47 % 82,79 USD 11:44:55 Bitcoin +0,68 % 63.245,01 USD 11:54:51 EUR/USD +0,58 % 1,16020 USD 11:54:54 EUR/GBP +0,05 % 0,85530 GBP 11:54:57 EUR/CHF 0,00 % 0,93900 CHF 11:54:57 EUR/JPY +0,39 % 184,611 JPY 11:54:54

Diese Gewohnheiten erhöhen das Alzheimer-Risiko

Gesundheit

rosenheim24-de Welt Welt-News Demenz-Risiko um 31 Prozent erhöht: Experte zeigt, welche Gewohnheiten das Gehirn zerstören Uns auf Google folgen Neurologe Dr. David Perlmutter erklärt, welche Alltagsgewohnheiten das Demenzrisiko erhöhen – und was wir heute tun können, um das Gehirn zu schützen. Angesichts der erwarteten Zunahme von Demenzfällen in den kommenden Jahrzehnten war das Interesse an der Gehirngesundheit noch nie so groß. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben derzeit weltweit mehr als 55 Millionen Menschen mit Demenz, eine Zahl, die bis 2050 auf 139 Millionen ansteigen dürfte. Während die Ängste rund um die Alzheimer-Krankheit wachsen, fragen sich viele Menschen, ob sie heute etwas tun können, um ihr Risiko im Alter zu senken. Content-Partnerschaft Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com. Nach Ansicht von Dr. David Perlmutter, einem zertifizierten Neurologen und Autor des demnächst erscheinenden Buches Brain Defenders, sind viele der Gewohnheiten, die die Gehirngesundheit beeinflussen, überraschend einfach und weitgehend in unserer Kontrolle. „Demenz ist nicht einfach eine unvermeidliche Folge des Alterns oder schlechter Gene“, sagte Dr. Perlmutter gegenüber Newsweek. „Genetik ist zwar wichtig, aber sie ist längst kein Schicksal. Wir wissen inzwischen, dass viele der Faktoren, die die Alzheimer-Krankheit beeinflussen, Jahrzehnte vor dem Auftreten von Symptomen beginnen und stark von unseren alltäglichen Entscheidungen geprägt werden.“ Hier sind sechs Dinge, die der Alzheimer-Experte meidet, um sein Gehirn zu schützen. Bewegung als tägliche Priorität, um Demenz vorzubeugen Wenn es eine Gewohnheit gibt, die Dr. Perlmutter über alle anderen stellt, dann ist es körperlich aktiv zu bleiben. „Ein sitzender Lebensstil ist eine der größten Bedrohungen für das Gehirn“, sagte er. Er treibt fast jeden Tag Sport und kombiniert Ausdauertraining mit Krafttraining, um unterschiedliche Bereiche der Gesundheit gezielt anzusprechen und langfristig zu stärken. Ausdaueraktivität hilft, die Durchblutung des Gehirns zu steigern und die Produktion des „Brain-derived neurotrophic factor“ (BDNF) anzuregen, eines Proteins, das manchmal als „Dünger für das Gehirn“ bezeichnet wird. Krafttraining wiederum hilft, die Muskelmasse zu erhalten, die Insulinsensitivität zu verbessern und Entzündungen zu reduzieren. „Wie ich oft gesagt habe, ist Bewegung das, was einem Wundermittel fürs Gehirn am nächsten kommt“, so Dr. Perlmutter. Demenz-Risiko senken: Vorsicht beim Alkoholkonsum Die wissenschaftliche Sicht auf Alkohol und Gehirngesundheit hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Jahrelang wurde vielen Menschen gesagt – oder sie lasen es – dass ein Glas Wein gut für sie sein könne und sogar das Risiko für Alzheimer möglicherweise senke. Aus heutiger Sicht deuten die verfügbaren Daten jedoch darauf hin, dass es in Bezug auf die Gesamtgesundheit, einschließlich der Gehirngesundheit, kein völlig sicheres Maß an Alkoholkonsum gibt. „Alkohol trägt zu Entzündungen bei, stört den Schlaf und ist langfristig mit Hirnatrophie und einem erhöhten Demenzrisiko verbunden“, sagte er. „Ich genieße gelegentlich ein Getränk, aber mein Alkoholkonsum ist minimal.“ Für ihn überwiegen die möglichen langfristigen Nachteile bei Weitem die vermeintlichen kurzfristigen oder früher angenommenen gesundheitlichen Vorteile eines moderaten Konsums. Soziale Kontakte bewusst zu pflegen, hilft, Demenz entgegenzuwirken Obwohl Dr. Perlmutter sich selbst als von Natur aus weniger aufgeschlossen beschreibt, bemüht er sich bewusst darum, enge Beziehungen aufrechtzuerhalten. Die Verbindung zwischen Einsamkeit und Demenz ist inzwischen kaum noch zu übersehen. Eine große Meta-Analyse aus dem Jahr 2024 mit mehr als 600.000 Teilnehmenden ergab, dass Menschen, die angaben, sich einsam zu fühlen, ein um 31 Prozent höheres Risiko hatten, eine Demenz zu entwickeln. Für den Neurologen ist soziale Verbundenheit nicht nur emotional und psychisch wertvoll, sondern auch ein messbarer Schutzfaktor für das Gehirn. Sich regelmäßig mit anderen auszutauschen, Beziehungen zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen, kann helfen, kognitive Reserven zu stärken. „Die Tatsache, dass dies auch eine der wirksamsten Möglichkeiten ist, das Demenzrisiko zu senken, ist sicherlich ein Bonus“, fügte Dr. Perlmutter hinzu. Gutes Hören als Demenzschutz Den Hörsinn zu schützen, ist für viele Menschen nicht die erste Maßnahme, die sie mit Demenzprävention verbinden, doch Dr. Perlmutter ist überzeugt, dass diesem Bereich viel mehr Aufmerksamkeit zustehen sollte. „Wenn ich mich in einer besonders lauten Umgebung befinde, sieht man mich oft mit geräuschunterdrückenden Ohrhörern“, sagte er. Hörverlust wird zunehmend als einer der wichtigsten potenziell veränderbaren Risikofaktoren für Demenz erkannt und spielt damit eine zentrale Rolle in der Prävention. Über die Erschwernis von Gesprächen hinaus kann ein eingeschränktes Hörvermögen zu sozialem Rückzug beitragen, was die kognitive Gesundheit weiter beeinträchtigen kann. Wer schlecht hört, meidet häufiger soziale Situationen oder versteht andere weniger gut, was Isolation und Stress verstärken kann. „Wer heute sein Gehör schützt, schützt mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Gehirn für Jahrzehnte in der Zukunft“, sagte Dr. Perlmutter. Gegen Demenz: Schlaf als aktive Hirnpflege Dr. Perlmutter betrachtet Schlaf nicht als verlorene Zeit, sondern als eine der wichtigsten Wartungsphasen des Gehirns. Während des Tiefschlafs aktiviert das Gehirn das sogenannte glymphatische System, ein Netzwerk, das an der Entfernung von Abfallstoffen aus dem Hirngewebe beteiligt ist. Dieser Reinigungsprozess hilft, schädliche Proteine und Stoffwechselprodukte abzubauen, die sich ansonsten über Jahre ansammeln könnten. Schlechter Schlaf kann nach seinen Worten Entzündungen verstärken, die Stresshormonspiegel erhöhen und die Insulinresistenz verschlechtern. All diese Faktoren werden mit einem erhöhten Risiko für kognitive Störungen in Verbindung gebracht. „Ich betrachte Schlaf nicht als Auszeit“, sagte er. „Ich sehe ihn als eine der aktivsten Phasen der Wartung und Reparatur des Gehirns.“ Entsprechend achtet er auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus und ausreichend Erholungszeit. Industriekost und Gehirnrisiko Hochgradig verarbeitete Lebensmittel sind ein weiterer Punkt, den Dr. Perlmutter bewusst meidet. Zu dieser Kategorie gehören Produkte wie verpackte Kuchen, Chips, stark gezuckerte Frühstücksflocken, Softdrinks, Fast-Food-Gerichte und viele tiefgekühlte Fertigmahlzeiten. Trotz wachsender Bedenken hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen ergab eine aktuelle Analyse der US-Gesundheitsbehörde CDC, dass ultra-verarbeitete Lebensmittel rund 53 Prozent der von Erwachsenen in den USA aufgenommenen Kalorien ausmachen. Dr. Perlmutter verweist auf eine wachsende Zahl von Studien, die im Journal of Prevention of Alzheimer’s Disease veröffentlicht wurden und Ernährungsmuster mit hohem Anteil ultra-verarbeiteter Produkte mit schlechteren kognitiven Ergebnissen, Entzündungen, Stoffwechselstörungen und Insulinresistenz in Verbindung bringen. „[Die Studie] verdeutlicht etwas, das Menschen unmittelbar verstehen“, sagte er. „Was wir heute zu essen wählen, prägt die Gesundheit unseres Gehirns von morgen.“

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