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Diese Karte dürfte Trump kaum gefallen - Iran dreht den Spieß um

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Diese Karte dürfte Trump kaum gefallen – Iran dreht den Spieß um

Von: Lukas Richter

Irans Botschaft kontert Trumps Namensspiele mit einer provokanten Karte der USA.

Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt mehrfach neue Namen für Orte auf der US-Landkarte ins Spiel gebracht. Nun dreht ein offizieller iranischer Account den Spieß um und teilt ebenfalls Internet-Memes: Auf einer manipulierten Nordamerika-Karte wird ein großer Teil der USA kurzerhand Kanada und Mexiko zugeschlagen.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Irans Botschaft steigt in den Karten-Streit ein

Am Sonntagabend, 6. September, veröffentlichte die iranische Botschaft in Sierra Leone auf ihrem offiziellen Account bei X eine veränderte Karte Nordamerikas. Große Flächen der Vereinigten Staaten waren darauf als „South Canada“ und „North Mexico“ markiert. Dazu schrieb die Botschaft: „Endlich haben Kanada und Mexiko das größte Problem der Welt gelöst.“

Der Beitrag erschien am gleichen Tag, an dem Trump selbst auf Truth Social neue Kartenbilder verbreitet hatte. Darauf war über dem US-Bundesstaat New Mexico das Wort „Mexico“ durchgestrichen und durch „America“ ersetzt worden. Ob der US-Präsident damit nur seine Gegner provozieren wollte, oder die Idee ernsthaft verfolgt, wurde aus dem Post nicht klar.

Insgesamt sieben offensichtlich mit KI oder Bildbearbeitung erstellte Landkarten mit dem geänderten Namen postete der Trump-Account dann im Laufe des Montags. Den Abschluss machte eine Landkarte, in der die USA sich über ganz Mittel- und Nordamerika ausdehnen, Mexiko und Kanada wurden darin einverleibt.

Trump hat schon mehrere Namen ins Spiel gebracht

Schon an seinem ersten Tag im Amt hatte Trump ein Dekret mit dem Titel „Restoring Names That Honor American Greatness“ unterzeichnet. Die Anordnung wies US-Bundesbehörden an, den Golf von Mexiko als „Gulf of America“ zu bezeichnen.

Vor kurzem legte Trump mit dem Ontariosee an der Grenze zu Kanada nach. Während des Handelsstreits mit dem nördlichen Nachbarland bezeichnete er ihn als „Lake America“. Eine offizielle Umbenennung per Erlass folgte nur wenige Tage später.

In diese Serie von Namensänderungen fügen sich die geposteten Memes – also meist humorvolle oder spöttische Bilder und Beiträge, die sich online schnell verbreiten – nahtlos ein.

Gouverneurin wirft Trump Ablenkung vor

Widerspruch kam aus New Mexico selbst. Die demokratische Gouverneurin Michelle Lujan Grisham erklärte auf Facebook, der Name des Bundesstaates stehe nicht zur Debatte. „Er gehört uns schon länger, als es die Vereinigten Staaten gibt“, schrieb sie.

Lujan Grisham verband ihre Kritik mit einem Angriff auf Trumps Politik. Der Präsident wolle mit den Karten von seinem Krieg im Iran ablenken, während die Benzinpreise stiegen. Amerikaner müssten zugleich mehr für Lebensmittel zahlen, verlören den Zugang zur Gesundheitsversorgung und fragten sich, ob sie sich jemals ein eigenes Zuhause leisten könnten, schrieb sie auf Facebook.

Die Gouverneurin stellte dem die Politik ihrer demokratisch geführten Regierung gegenüber. New Mexico biete Familien kostenlose Kinderbetreuung und ein kostenloses College-Studium. Zudem schütze der Bundesstaat den Zugang zur Gesundheitsversorgung und investiere in Wohnraum.

Ihr Seitenhieb auf das Weiße Haus fiel deutlich aus: Während dort Zeit mit dem „Ausmalen von Karten“ verschwendet werde, erledige „Nuevo México“ die Arbeit. Quellen: Grisham / Facebook, Trump /Truth Social, Iranische Botschaft / X, nif/red.

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