Diese Marken fallen bei Öko-Test durch
Heidelberg24 Verbraucher Einkauf & Test Warum man nicht alles in Maultaschen verstecken kann – Tests entlarven Marken, die nicht liefern Von: Diana Yezhova Uns auf Google folgen Außen traditionell, innen nicht immer überzeugend. Ein Test zeigt, dass einige Fertig-Maultaschen mit deutlichen Mängeln auffallen. Maultaschen sind ein Klassiker der schwäbischen Küche: Ein Nudelteig umschließt eine würzige Füllung aus Fleisch, Gemüsebrät und meist Spinat. Doch wie aktuelle Testberichte zeigen, verbergen sich unter der Teighülle nicht nur traditionelle Zutaten. Bei mehreren Fertigprodukten fielen Pestizidspuren, hohe Salzwerte und problematische Haltungsbedingungen negativ auf. Um ihre Entstehung ranken sich verschiedene Geschichten. Eine bekannte Legende besagt, dass Mönche des Klosters Maulbronn während der Fastenzeit Fleisch in Nudelteig versteckt haben. Daher stammt auch der Beiname „Herrgottsb’scheißerle“. Ursprünglich wurden in den Taschen häufig Essensreste verarbeitet, heute sind sie bundesweit gekühlt oder tiefgefroren erhältlich. Welche Maultaschen sind bei Öko-Test durchgefallen? Öko-Test hat in seiner Ausgabe 11/2025 zwölf fleischhaltige Maultaschen aus Supermärkten, Discountern, dem Onlinehandel sowie von Direktanbietern untersucht. Im Labor wurden unter anderem Pestizide, Salz, Keime, Zusatzstoffe und die angegebenen Füllungsanteile untersucht. Außerdem bewerteten die Tester die Haltungsformen von Fleisch und Eiern. Sechs Produkte fielen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch. Den vollständigen Testbericht von Öko-Test zu Maultaschen findest du kostenpflichtig hier. Die Landfreude Schwäbischen Maultaschen erhielten die Note „mangelhaft“. Das Labor fand drei Pestizidspuren, darunter einen Wirkverstärker. Zudem stammten das Schweinefleisch und die Eier aus Stall- bzw. Bodenhaltung. Auch der Salzgehalt von 1,29 Gramm pro 100 Gramm lag über dem Referenzwert – das passiert, wenn man zu viel Salz zu sich nimmt. Noch schlechter schnitten die Produkte von Eismann und Penny ab. In den Eismann-Maultaschen wurden drei Pestizide, darunter Glyphosat, nachgewiesen. Die Penny-Maultaschen enthielten Spuren von Lambda-Cyhalothrin und wiesen am Ende der Haltbarkeit eine erhöhte Gesamtkeimzahl auf. Obwohl keine krankheitserregenden Keime gefunden wurden, erhielten beide Maultaschen insgesamt die Note „ungenügend“. Die besten Maultaschen sind ein günstiges Supermarktprodukt und hier sind die Testverlierer im Überblick: Penny Ready Metzger Maultaschen mit Schweinefleisch, Note: „ungenügend“ Eismann Schwäbische Maultaschen, 9060, g.g.A., Note: „ungenügend“ Landfreude Schwäbische Maultaschen traditionelle Art, g.g.A., Note: „mangelhaft“ Wie isst man traditionell Maultaschen? In der schwäbischen Küche werden Maultaschen oft direkt in einer kräftigen Fleisch- oder Gemüsebrühe serviert. Man lässt sie einige Minuten darin ziehen und serviert sie anschließend mit frischem Schnittlauch. Eine weitere klassische Variante heißt „g‘schmälzt“. Dabei werden die gegarten Teigtaschen mit brauner Butter und langsam gerösteten Zwiebeln angerichtet.