DAX +1,15 % 25.704,02 Pkt 18:00:00 MDAX +0,45 % 30.425,40 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,05 % 6.167,81 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,22 % 52.475,10 Pkt 22:18:52 S&P 500 +0,88 % 7.743,98 Pkt 22:18:42 Nasdaq +1,45 % 26.549,85 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,08 % 63.954,19 Pkt 07:45:03 Gold +0,16 % 4.081,20 USD 21:59:59 Silber -0,47 % 54,04 USD 21:59:57 Brent -3,02 % 110,44 USD 21:59:38 WTI +2,04 % 101,94 USD 21:59:58 Bitcoin +0,59 % 81.281,81 USD 22:54:56 EUR/USD -0,14 % 1,11580 USD 22:54:25 EUR/GBP -0,07 % 0,83670 GBP 22:55:00 EUR/CHF -0,16 % 0,92330 CHF 22:55:00 EUR/JPY -0,05 % 175,932 JPY 22:55:00

Diese Öl-Prognose dürfte Autofahrer und Notenbanken nervös machen

Wirtschaft

Brent könnte trotz wachsender politischer Gegenmaßnahmen noch monatelang über 100 US-Dollar je Barrel bleiben. Cedric Chehab, Chefökonom bei BMI, rechnet erst bis Ende des ersten Quartals 2027 mit einem möglichen Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Solange Washington und Teheran weit auseinanderliegen, dürften die Ölpreise hoch bleiben und weiter auf Inflation und Geldpolitik drücken.

Wie Reuters berichtet, prüft der Iran derzeit die US-Antwort auf einen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus. Teheran hatte die strategisch wichtige Meerenge bereits im September zum Gegenstand von Verhandlungen gemacht. Ein zentraler Streitpunkt bleibt, dass Washington früh über Irans Atomprogramm sprechen will, während Teheran zunächst die Wiederöffnung der Meerenge und die Sicherheit des Schiffsverkehrs in den Vordergrund stellt. Eine schnelle Einigung ist damit weiterhin nicht in Sicht.

Gleichzeitig wächst der politische Druck in den USA. Diesel kostet dort laut Reuters rund 70 Prozent mehr als zu Beginn des Iran-Kriegs und lag zuletzt bei etwa 6,28 US-Dollar je Gallone. Die Trump-Regierung versucht deshalb kurz vor den Midterms am 3. November, zusätzliches Angebot auf den Markt zu bringen – unter anderem über breiteren Zugang zu steuerbegünstigtem Diesel und koordinierte Freigaben aus Notreserven.

Chehab sagte gegenüber CNBC, dass "sich die wirtschaftliche Schlinge um die US-Wirtschaft zuzuziehen beginnt". Genau deshalb erwartet BMI, dass der Druck auf Washington und Teheran weiter steigen muss, bevor ein Deal möglich wird. Bis dahin rechnet die Analyse mit Brent-Preisen von mehr als 100 US-Dollar.

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Das Problem: Gleichzeitig werden die Reservepolster dünner. Chevron-Chef Mike Wirth warnte zuletzt vor schrumpfenden Puffern bei Öl und Kraftstoffen. Deutschland will zudem bis zu 15 Millionen Barrel aus seinen Notreserven beisteuern, während die Internationale Energieagentur (IEA) weitere Freigaben beschleunigt.

Damit wird der Ölpreis zunehmend zum Wettlauf zwischen Diplomatie und schwindenden Reserven: Je länger ein Iran-Abkommen ausbleibt, desto länger könnte Brent über 100 US-Dollar bleiben – und desto schwieriger wird es für Regierungen, den Preisdruck allein mit zusätzlichen Freigaben zu bremsen.

Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

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