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Diese Produkte verschwinden aus den Edeka-Regalen

Wirtschaft

Im Süßwarenregal von Edeka dürfte man einige Klassiker bald vergeblich suchen. Grund dafür ist ein Konflikt mit dem Familienunternehmen Storck, der nicht zum ersten Mal eskaliert.

Die Edeka-Gruppe stoppt die Bestellung mehrerer Storck-Produkte. Der Händler habe seine Kaufleute angewiesen, bestimmte Markenartikel des Süßwarenherstellers bis auf Weiteres nicht mehr zu ordern, berichtet die "Lebensmittel Zeitung" (LZ). Bei Deutschlands größtem Lebensmittelhändler könnten damit einige Sorten bald knapp werden.

Betroffen sind laut dem Bericht unter anderem Schnitten und Riegel von Knoppers. Auch beim Merci-Sortiment greife der Bestellstopp, etwa bei den Petits, Tafeln und der Sorte Vielfalt.

Edeka vermisst Entgegenkommen

In der internen Ankündigung spreche Edeka von einer "Sortimentsumgestaltung" und verweise auf die "internationale Ebene", so die LZ. Der Handel habe sich partnerschaftlich verhalten und sei dem Lieferanten weit entgegengekommen. Storck erwidere das jedoch kaum.

Öffentlich halten sich beide Seiten bedeckt. Zu ihren Geschäftsbeziehungen wollten sich Edeka und Storck auf Anfrage der Fachzeitung nicht äußern. "Wir können aber bestätigen, dass wir ausreichend Artikel des Lieferanten im Sortiment beziehungsweise im Lager haben", hieß es lediglich vom Händler.

Es geht um Einkaufsmacht

Hinter dem Konflikt steht ein größeres Ringen. Laut LZ versucht Edeka mit Nachdruck, seine Einkaufsmacht über die Allianzen Epic Partners und Everest zu stärken. Neben globalen Konzernen wie Coca-Cola oder Procter & Gamble wolle der Händler offenbar weitere Lieferanten dazu bringen, gemeinsam mit anderen europäischen Händlern zu verhandeln. Im Visier stünden dabei auch große deutsche Süßwarenhersteller wie Storck.

Das Familienunternehmen gilt als verschwiegen und veröffentlicht keine Geschäftszahlen. Schätzungen zufolge betrug der Gesamtumsatz zuletzt etwa 3,5 Milliarden Euro, rund 1,1 Milliarden davon dürften auf den deutschen Markt entfallen. Storck konkurriert mit Herstellern wie Ferrero, Mondelez, Haribo und Lindt.

Zoff begann schon im Februar 2025

Neu ist der Konflikt nicht. Bereits im Februar 2025 war er zwischen den beiden Geschäftspartnern eskaliert. Storck habe es damals dem Vernehmen nach abgelehnt, Konditionen auf internationaler Ebene zu verhandeln. Edeka strich daraufhin eine Reihe von Produkten. Betroffen waren bestimmte Varianten von Nimm 2, Merci, Storck Riesen, Werther's Original, Knoppers und Toffifee.

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Auch andere Mitglieder der Allianz Epic hatten das Storck-Sortiment in dieser Zeit stark ausgedünnt. Den Hersteller dürfte die Auseinandersetzung im ersten Quartal 2025 erheblich Geschäft gekostet haben. (eyn)

Verwendete Quellen

LZ: Edeka dampft das Storck-Sortiment ein

LZ: Edeka dünnt das Storck-Sortiment aus

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