DAX -0,08 % 26.297,98 Pkt 09:45:32 MDAX -0,66 % 32.192,55 Pkt 09:45:32 Euro Stoxx 50 +0,08 % 6.540,87 Pkt 09:45:30 Dow Jones +0,17 % 53.975,98 Pkt 22:40:36 S&P 500 +0,56 % 7.753,11 Pkt 22:38:36 Nasdaq +0,98 % 26.605,36 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +1,27 % 4.417,30 USD 09:50:26 Silber -0,73 % 64,63 USD 09:50:12 Brent +2,09 % 89,55 USD 09:50:13 WTI +2,22 % 83,95 USD 09:50:32 Bitcoin +0,15 % 64.004,91 USD 10:00:23 EUR/USD -0,18 % 1,15350 USD 10:00:21 EUR/GBP -0,26 % 0,85440 GBP 10:00:32 EUR/CHF +0,16 % 0,93540 CHF 10:00:32 EUR/JPY +0,71 % 183,767 JPY 10:00:31

Diese Stellen fallen wegen KI als erste weg

Technologie

Doch das Gegenteil ist der Fall: Nomura registrierte in Indien 83.100 KI-bezogene Neueinstellungen gegenüber 31.921 Stellenverlusten. Es wurden also mehr als zweieinhalbmal so viele Menschen eingestellt wie entlassen. In ganz Asien standen rund 130.700 Neueinstellungen etwa 60.700 Entlassungen gegenüber. Über 90 Prozent der neuen Stellen entstanden im Technologiesektor. Unternehmen kürzen zwar Routineaufgaben, stellen aber zeitgleich Softwareentwickler, Datenexperten und IT-Spezialisten ein, um KI-Systeme überhaupt zu integrieren. Gleichzeitig behalten Fach-Experten ihren Job, weil sie einschätzen müssen, wie gut und sinnvoll die KI-Leistung ist. Damit zeigt sich das gewohnte Muster früherer Umbrüche: Technologie ersetzt Tätigkeiten, erhöht aber die Produktivität und senkt die Kosten. So entstehen neue Produkte, Märkte und Beschäftigung. Was bedeutet das für Europa? Indiens Wirtschaftsstruktur lässt sich nicht eins zu eins auf Europa übertragen. Dennoch gibt die Entwicklung Hoffnung. In Europa muss KI nicht zwingend Millionen neue Stellen schaffen – angesichts von Fachkräftemangel und alternder Bevölkerung ist schon ein Produktivitätsschub wertvoll. Wenn KI Routinen übernimmt, wird sie weniger zum Jobkiller als zum Werkzeug gegen den Arbeitskräftemangel. Zwei weitere aktuelle Studien bestätigen die These, dass die KI eher zu einer Verlagerung von Arbeitsbereichen führt als zu einer Abschaffung. So warnt Erik Brynjolfsson, Leiter einer Untersuchung der Universität Stanford davor, anzunehmen, dass ganze Berufsgruppen verschwinden werden. "Kein Beruf besteht nur aus einer einzigen Aufgabe", sagte Brynjolfsson gegenüber CNBC. "Selbst die am stärksten gefährdeten Berufe umfassen zahlreiche Aufgaben, die KI nicht übernehmen kann. Der Schlüssel zum Verständnis der Veränderungen liegt darin, den Fokus auf den aufgabenbasierten Ansatz zu legen und nicht auf ganze Berufe." Zu dem gleichen Schluss kommt auch eine Studie der Tufts University. Die Tufts-Studie argumentiert, dass das Risiko, das KI für bestimmte Berufe darstellt, nicht bedeutet, dass diese Berufe weniger wertvoll sind. Vielmehr ergibt sich das Risiko daraus, dass KI bei der Ausführung von Kernaufgaben wie Schreiben, Programmieren, Zusammenfassen, Recherchieren, Analysieren und sogar dem Erstellen von ersten Entwürfen immer besser wird. Die Studie ergab, dass in den nächsten zwei bis fünf Jahren zu den am stärksten gefährdeten Berufen unter anderem Schriftsteller und Autoren (57 %), Computerprogrammierer (55 %) sowie Web- und Digital-Interface-Designer (55 %) gehören. Den größten Gesamteinkommensverlust müssen Softwareentwickler, Managementanalysten, Marktforschungsanalysten und Marketingfachleute hinnehmen, was ihre hohen Gehälter und die Anzahl der Beschäftigten widerspiegelt. Ein kritisches Problem, das alle drei Studien sehen, ist, dass die Nachfrage nach Berufseinsteigern sinkt. Generative KI übernimmt genau jene Aufgaben, die traditionell Anfänger erledigen (Recherche, einfache Programmierung, Standardtextung). Erfahrene Kräfte nutzen KI hingegen als Hebel für ihre Expertise. Das birgt Brisanz: Unternehmen benötigen auch künftig erfahrene Arbeitskräfte – doch Einsteiger finden schwerer Räume, um diese Erfahrung erst zu sammeln. KI verändert Berufsbilder und fordert neue Fähigkeiten. Doch zumindest in den drei aktuellen Untersuchungen ist von einer Job-Apokalypse wenig zu sehen. Die Maschine übernimmt Arbeit – aber sie vernichtet sie nicht. Unter Umständen schafft sie sogar mehr Jobs als ihr zum Opfer fallen. Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion Die Nomura Holdings Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,57 % und einem Kurs von 8,577EUR auf Tradegate (07. August 2026, 15:53 Uhr) gehandelt.

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